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Immer mehr „übermotorisierte Panzer“: Diese Parteien wollen dem SUV an den Kragen

Allen Diskussionen über Klimaschutz zum Trotz kaufen die Deutschen immer mehr Geländelimousinen. 2019 werden wohl erstmals mehr als eine Million SUVs zugelassen. Einige Parteien sehen Handlungsbedarf – während Experten vor Aktionismus warnen.

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München. SUVs werden bei deutschen Autofahrern immer beliebter: Jüngsten Schätzungen zufolge werden dieses Jahr erstmals mehr als eine Million Geländelimousinen zugelassen. Aus Sicht von Grünen, SPD und Linkspartei sind die Fahrzeuge allerdings weder gut fürs Klima noch für die Verkehrssituation in Innenstädten.

Von den 1,190 Millionen Neuzulassungen in den ersten vier Monaten des Jahres waren laut Kraftfahrtbundesamt 372 262 Fahrzeuge SUVs. Das entspricht einem Anteil von 31,3 Prozent. Das Ende der Fahnenstange sei noch lange nicht erreicht, sagt Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. In der Schweiz komme der SUV bereits auf 44 Prozent, und in den USA sei der klassische Pkw „eine aussterbende Gattung“.

Der SUV sei inzwischen das Auto der Normalbürger, keine andere Karosserieform habe einen so hohen Privatkundenanteil, berichtet der Experte.

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Grünen, SPD und Linkspartei gefällt das nicht: Die "übermotorisierten Panzermodelle" seien schlecht für die Umwelt und führten den Klimaschutz "ad absurdum", sagte beispielsweise die Linken-Verkehrspolitikerin Ingrid Remmers der "Welt". Bei SPD und Grünen wird das Thema ähnlich gesehen.

Die Grünen hätten deshalb gern eine Maut, die sich an Emissionsklassen orientiert. „Wer viel fährt und mit dem Auto viele Treibhausgase produziert, der muss auch mehr bezahlen“, erklärte kürzlich der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Die Linkspartei setzt dem Bericht der „Welt“ zufolge auf das Steuerrecht: 80 Prozent der SUVs seien als Dienstwagen zugelassen. Die damit einhergehenden steuerlichen Entlastungen könnten stärker nach ökologischen Kriterien ausgerichtet werden, sagte Lemmers. Auch bei der KFZ-Steuer würde die Linkenpolitikerin gerne stärker auf ökologische Aspekte setzen.

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Sind SUVs besser als ihr Ruf?

Die SPD plädiert nach Angaben der „Welt“ für strengere Flottengrenzwerte. Die könnte die EU festlegen und so die Hersteller zum Bau spritsparender Fahrzeuge zwingen.

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Ob SUVs ihrem Ruf als überdimensionierte Spritfresser gerecht werden, bezweifelt Dudenhöffer allerdings. „Der Trend zu kleinen SUV speist das Wachstum“, sagt der Branchenexperte von der Universität Duisburg-Essen. „52 Prozent aller in den ersten vier Monaten neu zugelassenen SUV in Deutschland hatten Golf-Länge oder weniger.“

Zwar seien 75 Prozent der SUV breiter als ein Golf. Aber „SUV mit Riesenmonster gleichzusetzen, ist einfach falsch“, betont Dudenhöffer. Allradantrieb hätten heute zum Beispiel nur noch 42 Prozent der SUV.

Von RND/dpa/hö

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