Im Vergleich zu deutschen Staatsangehörigen: Arbeiter aus dem Ausland verdienen rund ein Drittel weniger

Ausländer erhalten im Durchschnitt nur rund ein Drittel des Einkommens der Bundesbürger - und zwar ca. 2614 Euro brutto.
Ausländer erhalten im Durchschnitt nur rund ein Drittel des Einkommens der Bundesbürger - und zwar ca. 2614 Euro brutto.

Berlin. Menschen ohne deutschen Pass verdienen hierzulande im Schnitt weniger als die Bundesbürger. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer hervor. Demnach lag laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) das mittlere Einkommen (Median) von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit mit deutscher Staatsangehörigkeit im Jahr 2019 bei 3509 Euro brutto. Ausländische Staatsangehörige bekamen 2614 Euro brutto - also rund ein Viertel weniger.

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Löhne können im Laufe des Berufslebens noch deutlich steigen

Besonders groß ist demnach die Differenz zwischen Beschäftigten mit deutscher Staatsbürgerschaft und jenen mit Pässen etwa aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea. Sie bekamen im Median nur rund 58 Prozent des Einkommens der Bundesbürger.

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Die Löhne der in Deutschland eingewanderten, häufig noch sehr jungen Menschen würden im Laufe ihres Berufslebens deutlich steigen, betont Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA. "Auf die Entlohnung der Berufe an sich hat der Zuzug von Migranten nur marginale Effekte." In Helferberufen, in denen viele Zugewanderte arbeiteten, sind die Verdienste dem Arbeitsmarktforscher zufolge seit 2010 sogar deutlich gestiegen.

RND/dpa

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