ILO-Forderung: Arbeitnehmer müssen unbedingt geschützt werden

  • Deutschlandweit wird über Lockerungen der Corona-Maßnahmen diskutiert.
  • Vor allem Arbeitnehmer sollen vor einer Ansteckung geschützt werden, fordert die Weltarbeitsorganisation.
  • Masken und Handschuhe sollten umsonst zur Verfügung gestellt werden, wer kann, sollte im Home Office arbeiten.
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Genf. Arbeitgeber müssen bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen auf die Ängste von Mitarbeitern eingehen und gemeinsam mit ihnen ein Sicherheitskonzept zur Verhinderung von Coronavirus-Ansteckungen erarbeiten. Das verlangt die Weltarbeitsorganisation (ILO) zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (28.April). “Konfrontiert mit dem Ausbruch eine ansteckenden Krankheit bestimmt der Schutz unserer Belegschaft, wie sicher die Bevölkerung und wie widerstandsfähig die Unternehmen sind”, sagte ILO-Direktor Guy Ryder.

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Home Office und psychologische Unterstützung

Auch Selbstständige und Arbeiterinnen und Arbeiter im informellen Sektor müssten über Schutzmaßnahmen gut informiert werden. Dazu seien Nachrichten über Handys, Radio und Fernsehen oft besser geeignet als Webseiten. Sämtliche Schutzkleidung, darunter Masken und Handschuhe, müssten umsonst zur Verfügung gestellt werden.

Arbeitgeber sollten dafür sorgen, dass Abstandsregeln sicher eingehalten werden können, etwa durch die Verteilung der Belegschaft auf verschiedene Schichten. Oberflächen, Handgriffe und ähnliches müssten rigoros gereinigt werden. Wo immer möglich, sollten Mitarbeiter weiter von zu Hause arbeiten. Isolation könne dabei zum Problem werden. Die Arbeitgeber sollten ihnen bei Bedarf psychologische Unterstützung anbieten.

RND/dpa

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