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Homeoffice und Carepakete: So kreativ gehen Unternehmen mit dem Coronavirus um

  • Das Coronavirus trifft die Wirtschaft hart.
  • Unter anderem mussten einige Unternehmen schließen oder Mitarbeiter nach Hause schicken.
  • Aber manche Firmen werden auch kreativ – und kommen ihren Beschäftigten entgegen.
Josina Kelz
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Die Coronaepidemie trifft auch die Wirtschaft und Unternehmen hart. Manche Betriebe in Deutschland mussten schon hunderte Mitarbeiter in Quarantäne schicken, weil ein Kollege infiziert war. Andere schlossen ganz. Und manche Weltkonzerne hat es besonders erwischt: Apple beispielsweise musste sämtliche Stores in China schließen, viele Mitarbeiter in Asien sind infiziert. Als erster großer Tech-Konzern empfiehlt Twitter seinen fast 5000 Angestellten Heimarbeit wegen der Coronavirusausbreitung. Andere Firmen greifen nur punktuell zu solchen Maßnahmen.

Apple versorgt betroffene Mitarbeiter mit Care-Paketen und iPads

Während die Zuliefererfabriken langsam wieder den Betrieb aufnehmen und die Hälfte der zuvor geschlossenen Stores wieder öffnen, liegen mehrere Apple-Standorte in China noch im Quarantänegebiet. Seinen Mitarbeitern hat das US-Unternehmen nun umfangreiche Carepakete zukommen lassen, wie das Magazin “MacRumors” berichtet. Ein Foto eines solchen Pakets wurde in dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo geteilt. Darin enthalten sind demnach Atemschutzmasken, ein Fieberthermometer und Desinfektionsspray. Aber auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Neben Kaffee und Tee finden sich mehrere Süßigkeiten. Dazu erhalten die Mitarbeiter ein neues iPad.

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Twitter: Beschäftigte weltweit sollen Homeoffice machen

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Twitter hat alle seine Beschäftigten weltweit aufgerufen, wegen der Coronavirusgefahr von Zuhause aus zu arbeiten. Interne Besprechungen und wichtige Aufgaben sollen dafür optimiert werden, kündigte der Kurznachrichtendienst an. Ziel sei es, die Mitarbeiter zu schützen und die Ausbreitung der Krankheit zu bremsen. Twitter hatte Ende vergangenen Jahres 4900 Vollzeitbeschäftigte weltweit.

In Hongkong, Südkorea und Japan müssen die Twitter-Mitarbeiter sogar zwingend zu Hause arbeiten. In anderen Ländern können sie auch ins Büro kommen, “wenn sie dies vorziehen oder es erforderlich ist”, erklärte Twitter am Montag. Dafür wurden an den Standorten zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen verordnet. Zudem wird verstärkt abgepacktes Essen angeboten.

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Google: 8.000 Mitarbeiter im europäischen Headquarter nach Hause geschickt

Google lässt unterdessen seine Beschäftigten in Dublin vorsichtshalber für einen Tag zuhause arbeiten, nachdem sich bei einem Mitarbeiter Grippe-ähnliche Symptome zeigten, wie ein Sprecher am Dienstag bestätigte. Der Internetkonzern will dabei auch gleich testen, wie gut seine Abläufe bei einer für längere Zeit verordneten Schließung funktionieren. Google hat nach früheren Angaben mehr als 8000 Mitarbeiter in der EU-Zentrale in Irland.

Gruner + Jahr in Hamburg verzichtet bis Ende Juni auf Krankschreibungen

Der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr verzichtet angesichts des neuartigen Coronavirus bis Ende Juni auf Krankschreibungen seiner Mitarbeiter. Für die nächsten vier Monate müssten die Mitarbeiter von G+J keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorlegen, berichtete Personalleiter Stefan Waschatz. Das Unternehmen reagiere auf die Empfehlung von Experten, Arztpraxen gegenwärtig nur bei echtem medizinischen Bedarf aufzusuchen.

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“In der aktuellen Situation möchten wir unseren Kolleginnen und Kollegen noch weiter entgegenkommen, um vollständig auszuschließen, dass jemand nur aus formalen Gründen zum Arzt gehen muss”, ergänzte Waschatz. Das Vertrauen in die Mitarbeiter sei hoch, “deswegen haben wir ohnehin einen liberalen Umgang mit Krankschreibungen”, berichtete der Personalleiter.

Ernst + Young

Die Unternehmensberatung Ernst & Young hat schon den Ernstfall kennengelernt: Ein Mitarbeiter ist in der vergangenen Woche erkrankt, der ganze Standort in Düsseldorf war lahmgelegt. Oder auch nicht: Denn wie viele Unternehmensberatungen habe EY schon lange weitreichende Regelungen sowie umfangreiche Erfahrungen in Punkto Homeoffice und Mobiler Arbeit, sagte ein Sprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Deshalb arbeiteten kurzerhand 1500 Beschäftigte von zu Hause aus. Das sei “Business as usual” gewesen, so der Sprecher.

Mittlerweile kann der Großteil der Beschäftigten auch wieder in die Büros kommen, die Behörden hätten einer Wiederaufnahme der Arbeit zugestimmt, heißt es bei EY.

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