Holzindustrie zeigt sich krisenfest – Umsatzplus im Baubereich

  • Befürchtungen, dass 2020 ein weiteres Dürrejahr werden könnte, haben sich für die Holzindustrie nicht bewahrheitet.
  • Stattdessen sind in einigen Bereichen die Auswirkungen der Pandemie zu spüren.
  • Möbel wurden insgesamt weniger nachgefragt, dafür konnte der Bausektor ein Umsatzplus verzeichnen.
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Bad Honnef. Die deutsche Holzindustrie ist bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. „Noch lassen die Zahlen hoffen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDH, Denny Ohnesorge. Für das Jahr 2020 rechnet der Verband mit einem Umsatzminus von 2 bis 3 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro.

Damit zeige sich die Holzindustrie „im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen als eine größtenteils robuste Branche“. Die heimische Nachfrage sei noch intakt und wichtige Exportmärkte seien wieder angelaufen. Die gesamte Branche erzielt rund 70 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland.

Umsätze mit Möbeln eingebrochen

Zur Holzindustrie gehören unter anderem die Möbel- und die Küchenmöbelindustrie, Hersteller von Fertighäusern, Fenster- und Fassadenbauer sowie die Produzenten von Paletten und anderen Holzpackmitteln. In den einzelnen Zweigen der Branche ist die Entwicklung in diesem Jahr unterschiedlich. Während die Möbelindustrie von Januar bis August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 7,8 Prozent ihres Umsatzes einbüßte, konnte der baunahe Bereich der Holzindustrie 5,2 Prozent zulegen. Ein Umsatzplus erzielten auch die Sägewerke mit 1,3 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit rund 156.000 nahezu stabil.

RND/dpa

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