Hochzeit mit Hindernissen: Das sollten Brautpaare in Corona-Zeiten beachten

  • In Corona-Zeiten zu heiraten ist mit einigen Herausforderungen verbunden.
  • Die Mehrheit der Brautpaare hat die Hochzeit auf 2021 verschoben.
  • Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, lohnt es, einen Plan B zu haben.
Laura Beigel
|
Anzeige
Anzeige

Der schönste Tag des Lebens ist für viele Brautpaare in diesem Jahr zu einer großen Herausforderung geworden. Durch die Corona-Krise stand vor allem die Frage im Raum: Kann die Hochzeit überhaupt wie geplant stattfinden? Denn strenge Kontaktbeschränkungen machten das gemeinsame Feiern zwischenzeitlich unmöglich. Und auch jetzt gibt es immer noch einiges zu beachten.

Kaum noch Termine für 2021 übrig

Es beginnt schon bei der Wahl des Hochzeitsdatums. Wegen der Corona-Beschränkungen haben viele Brautpaare ihre Hochzeit ins kommende Jahr verlegt. Das bedeutet, viele Termine in 2021 sind bereits ausgebucht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

“Wer jetzt regulär mit der Planung für das nächste Jahr anfangen würde, der ist eigentlich fast schon zu spät”, weiß Hochzeitsplanerin Melanie Goldberg. 2003 hat sie die Marry-me-Hochzeitsagentur in Hamburg ins Leben gerufen und plant seitdem jährlich zwischen 40 und 50 Hochzeiten.

In diesem Jahr hat jedoch die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen: Gerade einmal zwei Hochzeiten hat Goldberg bis jetzt organisiert, zwei sind noch in Planung. Rund 90 Prozent ihrer Kunden hätten die Trauung auf das kommende Jahr verschoben.

Anzeige

Plan B bereithalten

Doch auch in 2021 könnte es jederzeit passieren, dass es zu Terminänderungen kommt. Deshalb sei es in jedem Fall sinnvoll, einen Plan B zu erarbeiten – auch wenn Plan A weiterhin Priorität haben sollte. “Ich würde allen Brautpaaren raten: Plant erst mal, umplanen kann man dann immer noch”, sagt Goldberg.

Anzeige
Video
Hochzeit digital: Pärchen heiratet wegen Corona über Livestream
1:10 min
In Israel müssen Brautpaare neue Wege gehen. Wegen der Corona-Krise finden Hochzeiten jetzt voll digital statt.  © Reuters

Der Bund deutscher Hochzeitsplaner empfiehlt all denjenigen, die ihre Hochzeit auf das kommende Jahr verschieben, die Nebensaison (Oktober bis April) oder einen Tag unter der Woche zu bevorzugen: “So ist die Wahrscheinlichkeit für Verfügbarkeiten und Kulanzregelungen am höchsten.”

Corona-Regeln beachten

Bei ihren Planungen sollten Hochzeitspaare auch die geltenden Corona-Regelungen der jeweiligen Bundesländer beachten. Noch immer gibt es unterschiedliche Begrenzungen der Gästezahlen. Während in Niedersachsen beispielsweise bis zu 50 Gäste in einem geschlossenen Raum feiern dürfen, sind es in Bayern 100, in Berlin 750 und in Brandenburg sogar bis zu 1000. Auch Hochzeitspaare, die sich im Ausland das Jawort geben wollen, sollten sich rechtzeitig über Corona-Beschränkungen informieren.

Doch wer zahlt, wenn sich das Brautpaar aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus dazu entschließt, seine Trauung zu verschieben oder abzusagen? “Es kommt auf die Details an”, sagt Goldberg.

Wird eine Hochzeit komplett abgesagt oder auf einen Samstag beziehungsweise ein Wochenende in der Hochsaison verlegt, fallen in der Regel die regulären Stornierungskosten an. Wer seine Trauung in die Nebensaison verschiebt, trägt meist weniger oder gar keine Stornierungskosten. Anders verhält es sich, wenn die Hochzeit aufgrund behördlicher Anweisungen ausfällt, dann entstehen keine zusätzlichen Kosten.

“Generell müssen die Paare alle Leistungen, die bereits erbracht wurden, bezahlen”, so Goldberg. “Das heißt, eine Rückerstattung vom Grafiker für bereits erstellte Einladungen wird es nicht geben.” In jedem Fall sollten Brautpaare mit dem Betreiber der Location und den anderen Dienstleistern das persönliche Gespräch suchen. “Dann findet man auch eine Einigung.”




“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen