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Heiz- und Brennstoffe gefragt: Hornbach erzielt in Corona-Krise Umsatz- und Gewinnsprung

  • Die Baumarktkette Hornbach hat von der hohen Nachfrage nach Heimwerkerbedarf in der Corona-Krise stark profitiert.
  • Der Umsatz legte von September bis Ende November im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Fünftel auf 1,37 Milliarden Euro zu.
  • Vor allem Heiz- und Brennstoffe waren vor dem aktuellen Lockdown gefragt.
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Bornheim. Die Baumarktgruppe Hornbach hat auch im dritten Quartal von einer hohen Nachfrage nach Heimwerkerbedarf in der Corona-Krise profitiert. Der Umsatz legte von September bis Ende November im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Fünftel auf 1,37 Milliarden Euro zu, wie die Hornbach Holding am Dienstag in Bornheim mitteilte. Selbst die Marktschließungen für den Publikumsverkehr in Österreich und Tschechien im Oktober und November hätten kaum Spuren hinterlassen. Hornbach profitiert davon, dass sich die Menschen wegen der Corona-Pandemie stärker in die eigenen vier Wände zurückziehen und mehr Geld für Heimwerkerprojekte in Haus und Garten ausgeben.

Umsätze vor Lockdown von „massiven Vorzieheffekten“ geprägt

Der Schwung hielt auch zu Beginn des letzten Geschäftsquartals an. Die Umsätze hätten sich in Deutschland, Österreich und den Niederlanden im Dezember bis zum Beginn des Lockdowns außerordentlich positiv entwickelt und seien von massiven Vorzieheffekten geprägt gewesen, so Hornbach. Für die übrigen Länder habe sich ebenfalls eine deutlich erhöhte Kundennachfrage abgezeichnet. Hornbach rechnet daher für Dezember trotz Verkaufsbeschränkungen mit keinem Umsatzrückgang.

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Weihnachtsausstellung war Hauptanziehungspunkt

„Die Menschen kaufen in diesen Wochen vor allem Heiz- und Brennstoffe in unseren Märkten. Bei kälterer Witterung kommen wohl Streusalz, Split und Schneeschaufeln hinzu“, sagte eine Sprecherin. Auch die Nachfrage nach Holzschutz im Außenbereich sei deutlich. „Die Menschen haben vermutlich Zäune, Spielgeräte, Sichtschutzelemente und Möbel winterfest gemacht.“ Bis zum Lockdown sei die Weihnachtsausstellung ein Hauptanziehungspunkt gewesen. „Bei Dekoration und Lichterketten verzeichnen wir seit einigen Jahren eine steigende Nachfrage. Wir gehen davon aus, dass dies 2020 noch etwas zunehmen wird“, sagte sie.

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Auch im Tagesgeschäft lief es bei Hornbach deutlich besser. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um rund 60 Prozent auf 66,9 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 40,9 Millionen Euro nach 23,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor, berichtete das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen.

RND/dpa

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