Hans im Unglück? Burgerkette sucht einen neuen Käufer

  • Die größte deutsche Burgerkette "Hans im Glück" soll offenbar verkauft werden.
  • Derzeit werden Verkaufsgespräche mit den Gründern der Backwerk-Kette geführt.
  • Gerüchte um eine Krise dementiert der Gründer jedoch.
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München. Die Burgerkette "Hans im Glück" steht offenbar vor dem Verkauf. Gründer Thomas Hirschberger befinde sich in weit fortgeschrittenen Gesprächen über die Abgabe seines 90-Prozent-Anteils, teilte das Unternehmen mit. Ein Abschluss könne noch im Laufe der Woche erfolgen.

Ein Sprecher Hirschbergers begründete die geplante Veräußerung am Dienstag damit, dass nach der Expansion und "einem weiteren Rekordjahr" der richtige Zeitpunkt gekommen sei, "Hans im Glück" "in neue Hände zu geben".

Wirtschaftliche Schwierigkeiten: Eigentümer widerspricht

Die Burgerkette "Hans im Glück" suche einen neuen Investoren, weil die wirtschaftliche Lage des Unternehmens mehr als angespannt sei, berichtete das "Handelsblatt". Dem neuen Eigentümer stünde vor allem harte Sanierungsarbeit bevor. Hirschberger dementierte jedoch alle Berichte über finanzielle Engpässe. "Hans im Glück" sei ein "gesundes Unternehmen".

Das als "Marke des Jahres 2017" ausgezeichnete Franchise-Unternehmen konnte seinen Umsatz eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr von 120 Millionen auf 147 Millionen Euro steigern. Auch das operative Ergebnis sei positiv gewesen, hieß es. Details dazu nannte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage nicht.

Burger sind gefragt wie nie: Dennoch stehen die fast 90 Filialen der Burgerkette "Hans im Glück" derzeit zum Verkauf. © Quelle: Daniel Karmann/dpa

Mögliche Übernahme durch Backwerk-Gründer

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Potenzielle Käufer sind laut Hirschberger der bisherige Minderheitsgesellschafter Gerd Bühler sowie die "Backwerk"-Gründer Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer. Diese seien "genau die Experten, um das Wachstum von 'Hans im Glück' nachhaltig fortzusetzen."

Im Jahr 2014 verkaufte Hirschberger die Cocktailbar-Kette "Sausalitos" an einen Investor, um sich verstärkt auf die Expansion von "Hans im Glück" zu konzentrieren. Der deutsche Burgerriese hat heute 81 Filialen. 26 davon werden vom Unternehmen selbst betrieben, weitere 55 von Franchisenehmern. Zu diesen gehört auch Hirschberger selbst. In einer eigenen Gesellschaft hält er vier Burgergrills in Singapur und fünf in München.

Der Mitteilung zufolge ist für Singapur geplant, dass Hirschberger die Häuser weiter betreibt, für München gebe es ähnliche Überlegungen. "Die Gründer werden weiterhin größter Franchise-Partner bleiben und im In- und Ausland einige Hans-im-Glück-Restaurants betreiben", sagte Hirschbergers Sprecher. Dies gewährleiste Kontinuität und zeige Vertrauen in die Marke.

RND/mf/dpa

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