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Handel zum Weihnachtsgeschäft: „Ganze Stadtzentren könnten verloren gehen“

  • Trotz der Corona-Maßnahmen erwartet der Handel in diesem Jahr ein positives Weihnachtsgeschäft.
  • Sorge bereitet Vertretern hingegen die Lage der Innenstädte.
  • Während der Online-Handel zunimmt, sind viele lokale Unternehmen in ihrer Existenz bedroht.
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Berlin. Der Handel in Deutschland erwartet im wichtigen Weihnachtsgeschäft ein Plus zum Vorjahr - doch wegen der Folgen der Corona-Krise blicken viele Händler gerade in den Innenstädten mit Sorge in die Zukunft. „Die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft sind in diesem Corona-Jahr vor allem für viele innerstädtische Händler und dort insbesondere die Modehäuser beunruhigend schlecht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands, Stefan Genth, am Sonntag mit Blick auf eine Verbandsumfrage. „Am Ende könnten ganze Stadtzentren verloren gehen.“

Zwar erwartet der HDE für November und Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 104 Milliarden Euro. Dennoch rechnet wegen der Verlängerung des Teil-Lockdowns in der Vorweihnachtszeit mehr als die Hälfte der Befragten für den Dezember mit deutlich weniger Kunden und sinkenden Umsätzen. „Die Menschen kaufen auch in der Corona-Krise viele Weihnachtsgeschenke, sie kaufen sie aber öfter online als sonst“, sagte Genth einer Mitteilung zufolge. So dürfte der Online-Handel seine Umsätze um rund ein Drittel steigern.

Käufer ändern ihr Shoppingverhalten

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In den Innenstädten hingegen sehen die Händler schwarz. Fast jeder zweite Befragte (45 Prozent) sieht seine unternehmerische Existenz wegen der Corona-Pandemie und den Gegenmaßnahmen bedroht, fast zwei Drittel (62 Prozent) blicken pessimistisch auf den weiteren Verlauf des Weihnachtsgeschäftes. Normalerweise machen viele Händler den Hauptteil ihrer Erlöse im November und Dezember. „Wenn diese Umsätze jetzt ausfallen, geraten viele Geschäfte in Schieflage“, sagte Genth. Der Verband fordert einen Innenstadtfonds zur Stärkung der Stadtzentren sowie einen Digitalisierungsfonds, damit schuldlos in Not geratene Mittelständler in ihre Zukunft investieren können.

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Wegen der Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat sich das Shoppingverhalten geändert, viele Menschen bummeln nicht mehr durch die Innenstädte, sondern gehen gezielter einkaufen - oder bestellen in Netz.

In der Woche vor dem ersten Advent waren nach HDE-Angaben vor allem weihnachtliche Dekorationsartikel und Adventskalender gefragt. Überhaupt laufe das Geschäft mit Haushaltswaren, Heimwerkerbedarf, Einrichtungsgegenständen und Lebensmitteln „derzeit zufriedenstellend, teilweise auch sehr gut“.

RND/dpa

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