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Hamsterkäufe bei Corona-Tests: Handel bestätigt kurzfristige Lieferengpässe

  • Zu Wochenbeginn blieben in einigen Drogerie- und Supermärkten die Fächer mit den Corona-Selbsttests leer.
  • Auch im Netz waren viele Produkte nicht mehr verfügbar.
  • Der Handel spricht von kurzfristigen Engpässen.
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Mit steigenden Corona-Fallzahlen greifen die Deutschen offenbar wieder verstärkt zu Corona-Selbsttests. Das führt in manchen Drogerie- und Supermärkten zu Engpässen. In der Region Hannover blieben die Fächer für die Testkits in mehreren Rewe- und Rossmann-Märkten zu Wochenbeginn leer. Auch in Berlin und Brandenburg waren die Tests in vielen Märkten ausverkauft.

Selbst in den Onlineshops der Handelsketten sind die Corona-Selbsttests derzeit vielfach vergriffen. Von vier verschiedenen Corona-Selbsttests im Sortiment der Drogeriemarktkette dm war am Dienstag online nur ein Produkt verfügbar. Im Onlineshop von Rossmann konnte man nur noch eine teure Testvariante bestellen, die gleichzeitig einen zertifizierten Testnachweis liefert. Die drei Standard-Corona-Selbsttests im Sortiment waren vergriffen.

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Corona-Tests bei dm: „Nicht immer alle Produkte verfügbar“

„Derzeit kann es aufgrund der schwankenden Nachfrage sowie gestörter Lieferketten dazu kommen, dass nicht immer alle Produkte ausreichend verfügbar sind“, bestätigt dm-Geschäftführer Sebastian Bayer und beruhigt gleichzeitig: „Unsere dm-Märkte werden jedoch regelmäßig mit neuer Ware beliefert.“

Bei Rossmann beobachtet man, dass die Nachfrage nach Corona-Selbsttests seit September kontinuierlich gestiegen ist. „Die Verfügbarkeit ist grundsätzlich gesichert, es kann jedoch aufgrund der derzeit hohen Nachfrage punktuell zu kurzfristigen Engpässen kommen“, heißt es von dort.

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Ähnlich klingt es bei der Handelskette Rewe: Bei einer punktuell besonders hohen Nachfrage in einzelnen Märkten könne es dazu kommen, dass Schnelltests temporär ausverkauft seien. Die Nachlieferung erfolge aber regelmäßig.

Corona-Selbsttests: Ausweitung der Produktion braucht Vorlauf

Der zuständige Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) verweist darauf, dass die Corona-Selbsttests in den Sommermonaten häufig in den Regalen liegen blieben. „Wenn die Produkte nicht nachgefragt werden, fahren die Hersteller auch die Produktion herunter, das ist ganz normal“, sagt VDGH-Pressesprecherin Gabriele Köhne.

„Die Selbsttests sind in der Regel zwölf bis 18 Monate haltbar. Viel ist noch in den Lagern. Aber keine Sorge, wenn die Nachfrage nun extrem steigt, werden die Hersteller auch ihre Produktionskapazitäten wieder ausweiten. Das braucht nur etwas Vorlauf“, erklärt sie.

Preise für Corona-Tests steigen wieder

Als die Corona-Selbsttests im März 2021 in den Handel kamen, waren sie heiß begehrt und mit rund 5 Euro pro Stück teuer. In nur kurzer Zeit kamen immer mehr zugelassene Anbieter hinzu und das Angebot überstieg im Sommer die Nachfrage. In der Folge schraubten die Handelsketten ihre Preise herunter, zwischenzeitlich kosteten die Testkits weniger als einen Euro pro Stück.

Mit steigender Nachfrage ziehen nun auch wieder die Preise an: Bei den führenden Drogeriemarktketten ist ein Test derzeit ab 1,75 Euro zu haben. Pakete mit mehreren Tests sind meist etwas günstiger.

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