Hälfte der Flüchtlinge hat nach fünf Jahren einen Job

  • Immer deutlicher zeigt sich, dass es auf dem Arbeitsmarkt für zuletzt nach Deutschland gekommene Flüchtlinge vergleichsweise gut läuft.
  • Von den seit 2013 Hergekommenen hat mittlerweile jeder zweite einen Job, wie jüngste Erhebungen zeigen.
  • Das ist mehr, als bei Flüchtlingen, die in den 1990er Jahren herkamen.
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Nürnberg. Knapp die Hälfte der seit 2013 nach Deutschland Geflüchteten geht fünf Jahre nach ihrer Ankunft einer geregelten Arbeit nach. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, die am Dienstag veröffentlicht wurde. „Die Arbeitsmarktintegration erfolgt damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre“, schreiben Herbert Brücker, Yuliya Kosyakova und Eric Schuß in der Studie.

Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge, die einen Job haben, arbeiten Vollzeit. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen: Nur 29 Prozent der Frauen sind nach fünf Jahren in Deutschland erwerbstätig, bei Männern liegt die Quote bei 57 Prozent. Die Mehrheit der arbeitenden Flüchtlinge hat der Studie zufolge eine Stelle als Fachkraft. 44 Prozent nahmen Helferjobs an.

Andere Situation als in den 1990ern

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Bei den seit den 1990er Jahren in Folge der Jugoslawien-Kriege nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge lag die Erwerbstätigkeits-Quote nach fünf Jahren etwas niedriger, bei 44 Prozent. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt sei gegenwärtig deutlich günstiger als damals - andererseits hätten die Geflüchteten vom Balkan bessere Voraussetzungen etwa bezüglich der deutschen Sprache gehabt, so die Forscher.

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IAB-Experten und andere Fachleute hatten schon in der Vergangenheit angemerkt, dass die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt derzeit relativ gut läuft. Arbeitgeber sprachen gar von einem "Jobwunder."

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