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Handel kritisiert: Schließung am Gründonnerstag kontraproduktiv

  • Über Ostern wird das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren, vor allem der Handel reagiert darauf mit scharfer Kritik.
  • Am Mittwoch und Samstag werde es laut Branche voll in den Geschäften, eine Schließung am Gründonnerstag sei daher kontraproduktiv.
  • Es wird weiterhin gefordert, alle Geschäfte mit strikten Hygienekonzepten wieder zu öffnen.
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Berlin. Nach den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern rechnet der Handel mit erhöhtem Kundenandrang in Lebensmittelmärkten am Mittwoch und Samstag vor Ostern. Die vereinbarte Schließung am Gründonnerstag sei daher kontraproduktiv, teilte der Handelsverband Deutschland am Dienstag mit.

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Scharfe Kritik an Schließungen

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Die Branchenvertretung reagierte mit scharfer Kritik auf die Verlängerung der Beschränkungen bis Mitte April. „Bund und Länder agieren nur noch im Tunnelmodus“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Sie konzentrierten sich auf Infektionszahlen, nicht aber auf die tatsächliche Infektionsgefahr beim Einkaufen. Diese sei gering.

Die Länder-Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten in der Nacht zu Dienstag beschlossen, von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend herunterzufahren, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Nur am Karsamstag soll demnach der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben.

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Ansammlungen sind verboten

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„Die Kunden können sich darauf verlassen, dass die Warenversorgung gesichert ist und am Ostersamstag ein sicherer Einkauf unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich sein wird“, teilte die Rewe-Gruppe am Dienstag mit. Wo immer möglich, sollten die Kunden aber schon die Tage vor Gründonnerstag zum Einkaufen nutzen. Abholservices und Lieferdienste böten Alternativen zum Einkauf im Markt.

Grund für Schließungen im Handel ist allerdings nicht nur die Infektionsgefahr in einzelnen Geschäften. Die Bundesregierung verweist auch auf die Folgen für die generelle Mobilität, wenn mehr Menschen in Bussen, Bahnen und Fußgängerzonen unterwegs sind. Von Gründonnerstag bis Ostermontag sind die Menschen aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Ansammlungen sind verboten.

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Handel will Geschäfte wieder öffnen

Der Handel fordert dagegen, alle Geschäfte wieder zu öffnen und dabei Hygienekonzepte strikt einzuhalten. Im Nicht-Lebensmittelhandel hinterlasse der seit drei Monaten andauerende Lockdown tiefe Spuren. Gut jeder zweite Händler von Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sehe sich in Insolvenzgefahr. „Nach einem Jahr mit Corona ist die Lage bei vielen Händlern verzweifelt, vielerorts gibt es keine Hoffnung mehr, diese Krise wirtschaftlich überstehen zu können.“

RND/dpa

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