4,2 Prozent: Großbritannien meldet höchste Inflation seit 2011

  • Die britische Statistikbehörde meldet den höchsten Inflationswert seit zehn Jahren.
  • Im Oktober gab es demnach eine durchschnittliche Preissteigerung von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Im September lag die Inflationsrate noch bei 3,1 Prozent.
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London. Die Inflationsrate in Großbritannien ist auf den höchsten Wert seit knapp zehn Jahren gestiegen. Im Oktober seien die Preise im Durchschnitt 4,2 Prozent höher gewesen als zwölf Monate zuvor, teilte die nationale Statistikbehörde am Mittwoch mit.

Im Monat zuvor hatte die Preissteigerung noch bei 3,1 Prozent gelegen. Der Anstieg der Geldentwertung war stärker als erwartet und so hoch wie seit November 2011 nicht mehr.

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Als Preistreiber erwiesen sich den Angaben zufolge Gas und Strom, die im Schnitt um zwölf Prozent teurer wurden. Der Grund: Die Regulierungsbehörden haben den festgesetzten Höchstpreis für Endverbraucher angehoben, um Rücksicht auf die Großhandelspreise zu nehmen. Auch Gebrauchtwagen, Treibstoff, Restaurantbesuche und Hotels wurden deutlich teurer. „Kosten für Industrieprodukte und Rohstoffpreise sind ebenfalls deutlich gestiegen“, erklärte die Behörde.

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Als weiteren Grund für die hohe Inflation nannte das Statistikamt Folgen der Corona-Pandemie. Die Beschränkungen vor einem Jahr hätten einige Preise damals dramatisch sinken lassen. Diese seien jetzt Grundlage für die Berechnung der aktuellen Inflationsrate, was die Zahlen kurzfristig verzerre.

RND/AP

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