• Startseite
  • Wirtschaft
  • Gigafactory: Tesla kann Fabrik wegen fehlender Genehmigung nicht wie geplant weiterbauen

Gigafactory: Tesla kann Fabrik wegen fehlender Genehmigung nicht wie geplant weiterbauen

  • Die Fabrik des US-Autoherstellers Tesla ist noch nicht offiziell genehmigt, aber im Bau.
  • Während es zunächst sehr schnell ging, stockt es an einer Stelle, weil eine Prüfung des Brandenburger Landesumweltamts noch nicht fertig ist.
  • Doch, „da gerät nichts ins Stocken“, heißt es vom Umweltministerium.
Anzeige
Anzeige

Grünheide. Die Bauarbeiten von US-Elektroautobauer Tesla für seine Fabrik in Grünheide bei Berlin kommen derzeit nicht so wie geplant voran. Der Grund ist eine fehlende Genehmigung des Landesumweltamts Brandenburg für den Antrag auf vorzeitige Zulassung der Montage eines Teils der Lackiererei und die Rodung von 93 Hektar Wald. Die Brandenburger Landesregierung sieht allerdings momentan keine Gefahr für den Zeitplan.

Die Prüfung des sechsten Antrags auf vorzeitigen Baubeginn laufe ebenso wie das Verfahren zur abschließenden Genehmigung nach dem Bundeseimmissionsschutzgesetz, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Freitag. „Da gerät nichts ins Stocken.“ Der Antrag sei vor der Anhörung von Kritikern im September eingegangen. Die Erkenntnisse aus dieser Erörterung sollten aber dafür noch berücksichtigt werden.

Gesamte umweltrechtliche Genehmigung steht noch aus

Ab Sommer nächsten Jahres sollen in Grünheide Elektroautos vom Band rollen - es ist das erste Werk dieser Art in Europa. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete am Freitag, Tesla habe vor einem Verzug für das gesamte Projekt gewarnt und um eine einzelne Genehmigung für die Lackiererei gebeten. Aus den Antragsunterlagen gehe hervor, dass die Lackiererei ab 1. Oktober installiert werden sollte. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht dazu. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung durch das Land steht bisher aus, deshalb baut Tesla über vorläufige Zulassungen.

Musk sucht via Twitter Top-Ingenieure

Tesla-Chef Elon Musk führte am Freitag Bewerbungsgespräche, um Top-Ingenieure zu finden, wie er vorher angekündigt hatte. „Ich suche nur nach Problemlösern, die Dinge mit einem hohen Maß an Dringlichkeit erledigen“, schrieb er am Freitag bei Twitter. „Es ist mir egal, ob oder wo sie zur Schule gingen.“ Er gab auch den Tipp: Die Bewerber sollten in ihrem Lebenslauf einige der schwersten Probleme beschreiben, die sie gelöst hätten - und sagen wie.

Zweiter Besuch innerhalb kürzester Zeit

Musk hatte sich zuvor mit der Brandenburger Landesregierung über weitere Schritte beim Bau der Fabrik ausgetauscht. Bei dem Gespräch sei es um inhaltliche und zeitliche Fragen gegangen, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Freitag. Er sei beeindruckt, dass Musk über Details sehr gut informiert sei und sich der Sache persönlich annehme. Das Gespräch am Donnerstagabend in einem Container auf der Baustelle habe in sehr entspannter Atmosphäre stattgefunden. Musk war am Donnerstag überraschend in Deutschland eingetroffen - zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen