• Startseite
  • Wirtschaft
  • Gewinneinbruch bei Siemens: Kaeser sieht Konzern für Corona-Krise gut gerüstet

Gewinneinbruch bei Siemens: Vorerst keine Besserung in Sicht

  • Der Siemens-Konzern geht inzwischen von einem Umsatzrückgang aus, statt von einer moderaten Steigerung.
  • Konzernchef Joe Kaeser sehe sich aber für die weiteren Herausforderungen während der Corona-Krise gut gerüstet.
  • Der Gewinn brach um fast zwei Drittel im Vergleich zum starken Vorjahresquartal ein.
Anzeige
Anzeige

München. Nach einem schwierigen zweiten Geschäftsquartal mit einem deutlichen Gewinneinbruch hat nun auch Siemens seine Prognose für das laufende Jahr einkassiert. Statt einer moderaten Steigerung geht das Unternehmen wegen der Corona-Pandemie nun von einem moderaten Umsatzrückgang aus, wie Siemens am Freitag in München bei der Vorlage der Quartalszahlen berichtete. Für das Ergebnis gibt der Konzern noch keine neue Prognose.

Für das laufende Quartal ist noch nicht mit Besserung zu rechnen. "Wir erwarten, im dritten Quartal unseres Geschäftsjahres die Talsohle zu erreichen", sagte Konzernchef Joe Kaeser. Er betonte: "Wir haben trotz komplizierter Umfeldbedingungen ein robustes Quartal abgeliefert."

Siemens plant mit komfortablem Auftragspolster

Auch für die weiteren Herausforderungen sieht sich der Konzern gerüstet: Man verfüge über eine “sehr solide Liquiditätsposition”, sagte Finanzvorstand Ralf P. Thomas. Zudem habe man ein “sehr widerstandsfähiges und diversifiziertes Geschäftsportfolio”. Hinzu kommt ein laut Siemens “sehr komfortables Auftragspolster” von 69 Milliarden Euro - ohne Siemens Energy gerechnet.

Gewinneinbruch bei Siemens

Anzeige

Während der Umsatz stabil blieb, brach der Gewinn ein. Unter dem Strich verdiente Siemens von Januar bis März 697 Millionen Euro, ein Rückgang von fast zwei Drittel im Vergleich zum starken Vorjahresquartal. Dabei machten sich unter anderem Verluste aus dem Energiegeschäft bemerkbar.

Am Plan, Siemens Energy im September an die Börse zu bringen, hält der Konzern allerdings weiter fest. In diesem Zusammenhang setzt das Unternehmen auch sein Aktien-Rückkaufprogramm aus. Dies habe aber technische Gründe und nichts mit der Corona-Krise zu tun, betonte ein Sprecher. Nach der Abspaltung soll der Aktienrückkauf fortgesetzt werden.

Anzeige

RND/ dpa

Coronavirus: Immer informiert
Abonnieren Sie Updates für das Thema "Coronavirus" und wir benachrichtigen Sie bei neuen Entwicklungen
“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen