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  • Geld sparen 2021: Clever haushalten und Ausgaben prüfen - so setzen Sie den Neujahresvorsatz um

Sparsam im neuen Jahr: So haushalten Sie clever

  • Das neue Jahr hat begonnen – und eine sparsamere Haushaltsführung gehört oft genug zu den Neujahrsvorsätzen.
  • Wer sich intensiv um die eigenen Ausgabenposten kümmert, kann viel Geld sparen.
  • Doch damit das klappt, sollte man eigentlich regelmäßig den Blick auf die eigenen Finanzen riskieren.
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Hermann-Josef Tenhagen weiß, wie man Finanzen in Ordnung bringt. Und geht es nach dem Anlageexperten von finanztip.de, kann man daraus auch jetzt noch ein Neujahrsvorhaben machen – das sich auszahlen kann, wie Rechnungen von Check24 zeigen.

Nun liegt es in der Natur der Sache von Vorsätzen aus dem Januar, dass sie oft genug im Februar versandet sind. Genau das wäre ein Fehler, ist Tenhagen überzeugt. Der Finanzprofi rät dringend dazu, die buchhalterischen Hausaufgaben regelmäßig zu machen. Sein Tipp: Ein Glas guten Wein oder Saft aufmachen, dann die Kontoauszüge auf den Tisch legen und einmal alle Posten durchgehen. So schafft man sich ein Ritual, das idealerweise alle zwei bis vier Wochen wiederholt wird.

Doch wo sind Einsparpotenziale? Einerseits dort, wo Geld unnötigerweise verprasst wird – etwa für ungenutzte Abonnements oder Verträge. Eine E-Mail mit Kündigung ist schnell geschrieben, hilft aber nur, wenn eine Kündigung per Textform möglich ist. Ist im Vertrag hingegen die Rede von Schriftform, sind Verbraucher nur mit einer Kündigung per Brief auf der juristisch sicheren Seite, erklärt die Ergo-Versicherung.

Kündigungsfristen werden 2021 kürzer

Insbesondere bei laufenden Verträgen könnte sich der von Tenhagen empfohlene regelmäßige Blick auf die Finanzen schon 2021 richtig bezahlt machen: Das Bundeskabinett hat im Dezember das „Faire-Verbraucherverträge-Gesetz“ auf den Weg gebracht, der endgültige Beschluss soll in diesem Jahr folgen. Tritt das Gesetzespaket in Kraft, sinkt unter anderem die maximale Kündigungsfrist von drei Monaten auf einen Monat.

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Doch schon jetzt kann sich der gründliche Blick auf die Haushaltsausgaben lohnen: Je nach individueller Lage können Verbraucher mit etwas Sparsamkeit einige Tausend Euro sparen, hat das Vergleichsportal Check24 ausgerechnet. Dazu ist es aber nötig, etwas tiefer in die Materie einzusteigen.

Umschuldung lohnt sich

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Wer etwa noch alte Kredite mit hohen Zinsen laufen hat, kann es Bundesfinanzminister Olaf Scholz gleichtun: Der hat in der Vergangenheit Milliarden gespart, indem er alte Staatskredite mit niedriger verzinsten neuen Krediten abgelöst hat. Und weil die Zinsen im Moment sensationell niedrig sind, lohnen sich solchen Umschuldungen auch für Privatverbraucher. Ein Drittel der Effektivzinsen könne man sich so ersparen, heißt es bei Check24. Das Vergleichsportal empfiehlt außerdem zu prüfen, ob auch teure Dispokredite durch günstigere Ratenkredite ersetzt werden können.

Zugleich können Tages- und Festgeldkonten trotz niedriger Zinsen Früchte tragen. Bei ersteren sind demnach maximal 0,4 Prozent Zinsen möglich, bei letzteren immerhin 1,52 Prozent. Wer 10.000 Euro auf dem Girokonto schlummern lässt, verschenkt also bis zu 150 Euro im Jahr. „Wir empfehlen Tagesgeldkonten, um nicht ins Dispo abzurutschen. Und Festgeldkonten, um Rücklagen für Anschaffungen wie ein neues Auto zurückzulegen“, bringt Tenhagen die Faustformel für solche Anlageformen auf den Punkt. Fonds und Aktien können sich ihm zufolge mehr lohnen, sind aber ein Kapitel für sich.

Bei der Baufinanzierung lässt sich viel sparen

Auch bei Bankgebühren lassen sich mehr als ein paar Euro rausschlagen: Maximal 83 Euro im Jahr bringe der Wechsel von einem kostenpflichten Konto zu einer günstigeren Bank, hat Check24 ausgerechnet. Kreditkarten kosten ebenfalls bis zu 99 Euro im Jahr, obwohl es kostenlose Alternativen gibt. „Welche Karte wirklich die günstigste ist, hängt von den persönlichen Zahlungsgewohnheiten ab”, heißt es. Geraten wird deshalb zum gründlichen Vergleich verschiedener Anbieter. Verbraucherschützer empfehlen allerdings, in solchen Fällen mindestens zwei verschiedene Vergleichsportale zu Rate zu ziehen.

Die größten Ersparnisse winken indes Immobilienbesitzern, deren Baufinanzierung vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen wurde. Denn dann ist es mittlerweile möglich, den Immobilienkredit zu kündigen und durch einen neuen zu ersetzen. „Wer etwa Anfang 2010 einen Baukredit über 200.000 Euro aufgenommen hat, spart mit einer kostenlosen Umschuldung der Restschuld bis zu 35.919 Euro an Zinskosten“, teilte Check24 mit. Auch hier helfen Vergleichsportale wie Check24 oder Biallo.

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Bei Versicherungen sparen

Sind all diese Baustellen in den Blick genommen, bietet sich Finanztip zufolge außerdem ein Blick auf die abgeschlossenen Versicherungsverträge an. Viele in Deutschland üblichen Policen sind demnach durchaus sinnvoll. Aber etwa eine Handyversicherung ist laut Finanztipp oft teurer als die Bezahlung möglicher Reparaturen aus eigener Tasche. Und das so gesparte Geld kann man aus Tenhagens Sicht auch schlicht sinnvoller nutzen. Zum Beispiel für eine kleine Belohnung, etwa in Gestalt eines guten Essens, nach dem künftig hoffentlich monatlich eingeplanten Blick auf die eigenen Finanzen.

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