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Beispielrechnungen mit Gasumlage

Fast 600 Euro für Familien mit Eigenheim: So könnte Ihre Gasrechnung steigen

Ein Gaszähler in einem Keller zeigt den Gasverbrauch für die Heizung und Warmwasser im Haushalt an. (Symbolbild)

Ein Gaszähler in einem Keller zeigt den Gasverbrauch für die Heizung und Warmwasser im Haushalt an. (Symbolbild)

Die Zeiten für Gaskunden sind wahrlich keine guten. Nachdem zahlreiche Energieversorger für die kommenden Monate bereits teils saftige Preiserhöhungen angekündigt haben, kommt ab Oktober noch die Gasumlage oben drauf. 2,419 Cent pro Kilowattstunde wird diese betragen, wie die Firma Trading Hub Europe, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber in Deutschland, am Montag bekannt gab.

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Das soll Gasversorgern zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende, günstigere Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Welche Kosten auf die Haushalte nun zukommen, das hat das Onlinevergleichsportal Verivox berechnet.

Höhe der Gasumlage ist bekannt: Beispielrechnungen für Herbst und Winter

Privatkundinnen und Kunden mit Einfamilienhaus und einem Verbrauch von durchschnittlich 20.000 Kilowattstunden müssen ab Oktober mit Mehrkosten von 484 Euro (netto) pro Jahr rechnen. Kommt noch die Mehrwertsteuer oben drauf, steigen die Kosten auf 576 Euro.

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Für Einzelhaushalte mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden erhöht sich die jährliche Gasrechnung um 144 Euro. Ohne Mehrwertsteuer stehen am Ende 121 Euro zu Buche.

Ein Pärchen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden muss fortan 345 Euro brutto oder 290 Euro netto mehr zahlen.

Gasumlage soll zunächst 2,419 Cent pro Kilowattstunde betragen

Privathaushalte müssen sich auf Mehrkosten von mehreren Hundert Euro für ihren Gasverbrauch einstellen.

Durchschnittspreise um rund 184 Prozent gestiegen

Privatverbraucher und Privatverbraucherinnen hatten schon zuvor einen Schock wegen teils üppiger Preissteigerungen bei ihren Gasanbietern zu verdauen. Der lokale Energieversorger Enercity aus Hannover etwa hebt ab dem 1. Oktober seine Preise für Gas in der sogenannten Grundversorgung um 70 Prozent an. Statt 6,90 Cent soll die Kilowattstunde (kWh) künftig 12,57 Cent kosten. Ein typischer Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh zahlt damit 58,63 Euro brutto mehr im Monat. Zusammengerechnet summieren sich die Mehrkosten damit auf gut 700 Euro pro Jahr. Und dies könnte laut Enercity erst der Anfang sein. „Wir werden uns auf längere Sicht auf ein höheres Preisniveau einstellen müssen“, sagte die Vorstandschefin Susanna Zapreva der „Hannoverschen Allgemeine Zeitung“.

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Die Entwicklung beschränkt sich aber nicht nur auf die niedersächsische Landeshauptstadt – sondern ist im gesamten Bundesgebiet zu beobachten. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Onlinevergleichsportals Verivox. Demnach sind die jährlichen Durchschnittspreise bereits bis August um rund 184 Prozent gestiegen. Konkreter: Hatte eine Familie im August 2021 einen Gasverbrauch von 20.000 kWh, zahlte sie 1.258 Euro im Jahr. Ganz anderes Bild im August 2022. Hier liegen die Kosten für den gleichen Verbrauch nun bei durchschnittlich 3.568 Euro!

Verivox-Energieexperte Thorsten Storck ordnet ein: „Einen Gaspreis von fast 18 Cent pro Kilowattstunde für Haushalte gab es in Deutschland noch nie.“ Das Allzeithoch bedeute aber nicht, dass die Preise nun wieder sinken würden. Im Gegenteil. „Der Preis wird jedoch noch deutlich höher steigen, denn die Großhandelspreise für Gas liegen derzeit deutlich über diesem Niveau. Daher müssen sich Verbraucherinnen und Verbraucher auch in den kommenden Monaten auf weiter steigende Preise einstellen,“ so Storck.

Gaspreise: Stadtwerke Konstanz schlagen am meisten drauf

Laut Verivox haben örtliche Gasgrundversorger für August, September und Oktober 136 Preiserhöhungen um durchschnittlich 50 Prozent angekündigt. Auf die deutschen Haushalte kommen damit erneut Mehrkosten in Höhe von rund 946 Euro im Jahr zu. Für die Erhebung hat Verivox die verfügbaren veröffentlichungspflichtigen Gaspreise für Bestandskunden und Bestandkundinnen der rund 700 örtlichen Gasgrundversorger in Deutschland ausgewertet.

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Besonders Kunden und Kundinnen der Stadtwerke Konstanz müssen demnach künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ab September steigen die Preise um satte 152,2 Prozent. Statt 1735 Euro schlägt ein Jahresverbrauch von 20.000 kWh ab dann mit 4377 Euro zu Buche.

Auch beim großen Anbieter Eon steigen die Preise in vielen Bundesländern. Während Kunden und Kundinnen in Rheinland-Pfalz ab diesem Monat 39,2 Prozent mehr zahlen müssen, wird das Gas in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen um 62,3 Prozent teurer.

Wirtschaftsminister Habeck: „Alternative wäre der Zusammenbruch des Energiemarktes“

Haushalte und Industrie müssen ab dem 1. Oktober eine Gasumlage in Höhe von 2,419 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen.

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