Diese Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof müssen schließen

  • Insgesamt 62 Filialen der Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof müssen schließen.
  • Heute hat der Vorstand seine Mitarbeiter informiert, welche Häuser es treffen wird.
  • Einigen Innenstädten dürfte die Entscheidung übel mitspielen.
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Bei der Sanierung von Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) wird es ernst: 62 der 172 Filialen, dazu ein noch nicht geöffnetes Kaufhaus in Berlin-Tegel und zwei Schnäppchencenter sollen geschlossen werden. Betroffen sind Häuser in allen Bundesländern außer in Thüringen. Die Jobs von rund 6000 der insgesamt 28.000 Mitarbeiter in den Karstadt Warenhäusern (KWH) oder bei Galeria Kaufhof (GK) sind gefährdet.

Hintergrund ist, dass Karstadt Kaufhof schon länger strauchelt - dem Konzern machen die Konkurrenz aus dem Onlinehandel, aber auch das veränderte Kundenverhalten sowie die starke Konkurrenz kleinerer und spezialisierterer Händler zu schaffen.

Karstadt Kaufhof: Welche Filialen schließen?

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Die Deutschlandkarte zeigt alle Standorte, in denen Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof schließen werden:

Karstadt Kaufhof: Liste betroffener Filialen

Die Schließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof betreffen Standorte in nahezu allen Bundesländern. Einzig Thüringen bleibt von den Filialschließungen verschont. Diese 62 Filialen der Warenkette Galeria Karstadt Kaufhof müssen schließen:

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  • Berlin Charlottenburg (Karstadt)
  • Berlin Gropius-Passage (Karstadt)
  • Berlin Hohenschönhausen (Kaufhof)
  • Berlin Müllerstraße (Karstadt)
  • Berlin Ringcenter (Kaufhof)
  • Berlin Tempelhof (Karstadt)
  • Bielefeld (Karstadt)
  • Bonn (Karstadt)
  • Braunschweig (Kaufhof)
  • Bremen (Kaufhof)
  • Bremerhaven (Karstadt)
  • Brühl (Kaufhof)
  • Chemnitz (Kaufhof)
  • Dessau (Karstadt)
  • Dortmund (Kaufhof)
  • Dortmund (Karstadt)
  • Düsseldorf Schadowstraße (Karstadt)
  • Düsseldorf Wehrhahn (Kaufhof)
  • Essen (Kaufhof)
  • Essen (Karstadt)
  • Flensburg (Karstadt)
  • Frankfurt Hessen-Center (Kaufhof)
  • Frankfurt Zeil (Karstadt)
  • Fulda (Kaufhof)
  • Göppingen (Kaufhof)
  • Goslar (Karstadt)
  • Gummersbach (Karstadt)
  • Gütersloh (Karstadt)
  • Hamburg AEZ (Kaufhof)
  • Hamburg Bergedorf (Karstadt)
  • Hamburg Mönckebergstraße (Kaufhof)
  • Hamburg Wandsbek (Karstadt)
  • Hamm (Kaufhof)
  • Hannover Georgstraße (Karstadt) - mehr lesen Sie bei der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”.
  • Ingolstadt (Kaufhof)
  • Iserlohn (Karstadt)
  • Köln Weiden (Kaufhof)
  • Landau (Kaufhof)
  • Leonberg (Karstadt)
  • Leverkusen (Kaufhof)
  • Lübeck (Karstadt) - mehr lesen Sie bei den “Lübecker Nachrichten”.
  • Mainz (Karstadt)
  • Mannheim N7 (Kaufhof)
  • Mönchengladbach Reydt (Karstadt)
  • München Am Nordbad (Karstadt)
  • München OEZ (Karstadt)
  • München Stachus (Kaufhof)
  • Neubrandenburg (Kaufhof) - mehr lesen Sie bei der “Ostsee-Zeitung”.
  • Neumünster (Karstadt)
  • Neunkirchen (Kaufhof)
  • Neuss (Kaufhof)
  • Norderstedt (Karstadt)
  • Nürnberg (Karstadt)
  • Nürnberg Langwasser (Karstadt)
  • Osnabrück (Kaufhof)
  • Potsdam (Karstadt)
  • Singen (Karstadt)
  • Stuttgart Bad Cannstatt (Kaufhof)
  • Sulzbach MTZ (Karstadt)
  • Trier Simeonstraße (Karstadt)
  • Witten (Kaufhof)
  • Worms (Kaufhof)

Außerdem machen die zwei Schnäppchencenter in Gießen und im Frankfurter Nordwestzentrum dicht, sowie die noch nicht eröffnete Filiale in Berlin Tegel.

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Video
62 Filialen von Karstadt und Kaufhof sollen schließen
1:45 min
Bei Deutschlands letztem großen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof schließt fast jede Dritte Filiale.  © Reuters

Corona verschlimmerte Krise bei Galeria Karstadt Kaufhof

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die pandemiebedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Galeria Karstadt Kaufhof rechnet durch die Pandemie und den durch sie ausgelösten Konjunkturabschwung bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von bis zu 1,4 Milliarden Euro.

Karstadt Kaufhof: Verdi will Standorte erhalten

Die Gewerkschaft Verdi hofft jedoch nach wie vor, die Zahl der Schließungen noch weiter senken zu können. “Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Standorte und die Zukunft der Beschäftigten kämpfen. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen”, sagte das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Für Samstag kündigte der Gesamtbetriebsrat eine Demonstration von GKK-Beschäftigten vor der Hamburger Zentrale des Immobilienriesen ECE an. Die Arbeitnehmer verlangen von dem Konzern Zugeständnisse bei der Miete für die von ihm vermieteten Warenhausimmobilien.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) forderte Galeria Karstadt Kaufhof auf, bei der Sanierung auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Eigner und Gläubiger seien in der Pflicht, keine “radikalen Abbaupläne” zu verfolgen, sondern in den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu investieren.

RND/dpa

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