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Corona-Notbremse: Welche Regeln gelten jetzt für Friseurbesuche?

  • Die meisten Friseure in Deutschland müssen von ihren Kunden ab Samstag ein negatives Corona-Testergebnis verlangen.
  • Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Als Nachweis gelten ein ärztliches Zeugnis oder ein anderes Testergebnis auf Papier oder in einem elektronischen Dokument.
  • „Viele Friseurbetriebe bieten ihren Kunden als Service an, am Tag des Friseurtermins auch gleich einen Termin im Testzentrum für sie zu vereinbaren“, sagt Verbandschef Jörg Müller.
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Die bundesweite Corona-Notbremse tritt am Samstag in Kraft. Dann dürfen Bürgerinnen und Bürger in den meisten Landkreisen nur noch mit negativem Corona-Test zum Friseur. Ausschlaggebend ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz: Liegt diese an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, greift die Notbremse. Derzeit betrifft das 366 der 412 deutschen Landkreise.

Diese Regeln gelten bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 für den Friseurbesuch:

  • Kunden müssen eine FFP2-Atemschutzmaske oder eine vergleichbare Maske tragen. „Was eine vergleichbare Maske ist, müssen die Länder in den jeweiligen Verordnungen noch regeln“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller.
  • Außerdem müssen Kunden ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen können, das nicht älter als 24 Stunden ist. Als Testnachweis gelten ein ärztliches Zeugnis oder ein anderes Testergebnis auf Papier oder in einem elektronischen Dokument. „Viele Friseurbetriebe bieten ihren Kunden als Service an, am Tag des Friseurtermins auch gleich einen Termin im Testzentrum für sie zu vereinbaren“, sagt Müller. Der sogenannte Bürgertest ist einmal pro Woche kostenlos. Ob es auch zulässig ist, Schnelltests direkt im Friseursalon durchzuführen, ist ebenfalls noch nicht klar. „In vielen Städten führen Friseure derzeit vor Ort Corona-Schnelltests durch, zum Beispiel in Köln“, sagt Müller. „Ob das weiterhin erlaubt ist, müssen ebenfalls die Länder in den Verordnungen regeln.“

Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz gilt in Friseurbetrieben weiterhin, dass:

  • Kunden einen Termin vereinbaren müssen.
  • Friseurbetriebe sicherstellen müssen, dass zwischen den Kunden ein Mindestabstand von 1.5 Metern gewahrt ist.
  • nur eine begrenzte Kundenanzahl im Friseursalon erlaubt ist. In den meisten Ländern gilt die Regel ein Kunde pro zehn Quadratmeter.

Verbandschef Müller zeigte sich „froh und dankbar, dass wir nicht von Schließungen betroffen sind“. Das zeige, welche Relevanz den Friseuren auch in Hinblick auf die persönliche Hygiene zukomme. Besonders für kleine Betriebe sei die Testpflicht zwar eine Herausforderung. „Aber auch dafür gibt es Lösungen, wir wollen jetzt alle Regeln erfüllen“, sagt Müller.

Mit Serviceangeboten wie kombinierten Testterminen wolle man versuchen, einen Kundenrückgang zu verhindern. „Es wird aber sicherlich erst mal eine Eingewöhnungsphase geben“, so Müller.

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Für Fußpflege gelten gleiche Regeln

Kurzfristig in das veränderte Infektionsschutzgesetz aufgenommen wurde auch die Fußpflege. Für sie gelten die gleichen Regeln wie für Friseure. Andere körpernahe Dienstleistungen, die keinen medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen, sind ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 verboten. Die Corona-Notbremse gilt vorläufig bis zum 30. Juni 2020.

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