Kommentar zur Förderung von E‑Autos

Das Chaos ist symptomatisch

Niedriger Rollwiderstand, hohe Tragfähigkeit und Geräuscharmut: Reifen für E-Autos sollten spezielle Anforderungen erfüllen.

Elektroautos etablieren sich immer mehr.

Es ist mehr als zehn Jahre her, dass sich Deutschland das Ziel setzte, führend in der Elektromobilität zu sein – Gründung einer entsprechenden „Nationalen Plattform“ inklusive. Da darf man auch mal staunen, wie viel Raum für Verwirrung und Improvisation nach so vielen Jahren voller Gipfel, Arbeitsgruppen und Strategiepapiere noch bleibt.

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Nun haben es alle Beteiligten geschafft, auf den letzten Metern des Jahres 2022 noch einen Hindernisparcours für die E‑Auto-Förderung aufzubauen. Die Bundesregierung liefert die komplette Verordnung erst Anfang Dezember, die Autoindustrie bekommt ihre Lieferungen nicht in den Griff, und die Zulassungsstellen sind noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen. Das Ergebnis ist eine Nervenprobe für Kundinnen und Kunden.

Das Chaos ist symptomatisch

Es gibt Schlimmeres, und auch die Verteilung von Schuld ist müßig. Aber leider ist der Vorgang symptomatisch, und das sollte Sorgen machen: Wieder einmal wird die praktische Umsetzung großer Strategien verstolpert.

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Natürlich kann man die Kaufförderung für E‑Autos kürzen, und für Plug-in-Hybride ist sie tatsächlich schon lange fragwürdig. Aber warum lässt sich das nicht planbar für alle Beteiligten regeln? Ein anderes Beispiel ist das Ladenetz: Mittlerweile gibt es einen Masterplan – eher ein „Best of“ vieler bisheriger Pläne. Derweil bremsen Feinheiten vom Bau- bis zum Steuerrecht weiter täglich den Ausbau.

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Deutschland mag sich zugutehalten, dass es bei der Elektromobilität trotz allem vergleichsweise weit vorn ist. Trotzdem liefert ihr Ausbau ungezählte Beispiele dafür, wie solche Riesenprojekte nicht funktionieren – seit mehr als zehn Jahren.

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