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Nach Flutkatastrophe: Provinzial muss mehr als eine Milliarde Euro zahlen

  • Das jüngste Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist das größte und teuerste Schadensereignis in der Unternehmensgeschichte der Provinzial.
  • Mehr als 36.000 Schäden haben die Kunden dem Versicherer bereits gemeldet - mit einem Volumen von 1,02 Milliarden Euro.
  • Und die Summe wird wohl noch deutlich anwachsen.
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Münster. Die jüngsten Unwetterschäden kommen dem Versicherer Provinzial teuer zu stehen. Die Kunden hätten für das Hochwasser konzernweit bisher 36.246 Schäden mit einem Volumen von 1,02 Milliarden Euro gemeldet, teilte Provinzial am Freitag in Düsseldorf mit.

Diese Summe wird die Assekuranz auf jeden Fall zahlen. Vermutlich wird es noch mehr: Die Summe kann nach Unternehmensangaben noch auf bis zu 1,5 Milliarden Euro anwachsen, wenn Schäden aufwendiger zu beheben sind als zunächst gedacht. 0,16 Milliarden Euro hat die Provinzial schon ausgezahlt, der Rest kommt noch.

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In den allermeisten Fällen geht es um Sachversicherungen, vor allem Gebäude und Hausrat. Ein kleiner Teil entfällt auf Autoversicherungen.

Zehn Mal so teuer

Der Regionalversicherer ist in den Hochwassergebieten stark vertreten und hat dort viele Kunden. Das Hochwasser ist das größte und teuerste Schadensereignis in der Unternehmensgeschichte. 2014 hatte der Versicherer für die Folgen von Starkregen im Münsterland knapp 100 Millionen Euro berappen müssen - das waren bisher die teuersten Elementarschäden für das Unternehmen.

Nun wird es mehr als zehn Mal so teuer. Ein Teil der Zahlungen bekommt die Provinzial von Rückversicherern wieder in die Kasse. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Breuer betonte, dass die Finanzkraft der Provinzial „trotz des massiven Schadenaufwands weiterhin hoch und unsere Stabilität ungefährdet“ sei. Auch andere Versicherer müssen viel Geld zahlen.

RND/dpa

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