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  • Flugtaxi von Toyota: Konzern investiert weitere 394 Millionen Dollar in Start-up Joby Aviation

Toyota investiert weitere 394 Millionen Dollar in Flugtaxis

  • Toyota steigt in das Zukunftsgeschäft mit Flugtaxis ein.
  • Der Automobilkonzern investiert 394 Millionen Dollar in das Unternehmen Joby Aviation.
  • Mit dem Geld soll die Finanzierung eines neuen Flugtaxis vom Typ Serie C gesichert werden.
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Nach einem Bericht der Plattform ZD Net hat Toyota jetzt mit der jüngsten Finanzierung insgesamt 720 Millionen Dollar (rund 646 Millionen Euro) in das kalifornische Unternehmen Joby Aviation aus Santa Cruz investiert und ist damit deren größter Investor. „Der Luftverkehr gehört zu den langfristigen Zielen von Toyota“, sagte Firmenchef Akio Toyoda zu dem Engagement bei dem Unternehmen, das elektrische Leichtflugzeuge für den Personenverkehr entwickelt.

„Während wir natürlich unsere Arbeit in der Automobilindustrie fortsetzen, lenkt dieses Abkommen doch unseren Blick in Richtung Himmel. Und indem wir die Herausforderung des Lufttransports zusammen mit Joby annehmen, hoffen wir, in Zukunft unseren Kunden Bewegungsfreiheit und Freude zu Lande, zu Wasser und in der Luft liefern zu können“, so der 63-jährige Konzernchef.

Toyota-Vize wechselt zu Joby

Das Engagement, mit dem Toyota sich das neue Geschäftsfeld erschließen möchte, zeigt sich nicht nur in der hohen Investitionssumme, sondern auch in der Tatsache, dass Toyota-Vizepräsident Shigeki Tomoyama in den Joby-Vorstand wechselt. Im Gegenzug erhält Joby Zugriff auf Toyotas Kostenmanagement und die Ingenieursexpertise des Autoriesen.

Joby Aviation will mit Toyotas Hilfe den Typ C zur Marktreife bringen, einen rein elektrischen Fünfsitzer, der bei einer Reichweite von 240 Kilometern bis zu 320 Stundenkilometer schnell sein soll. Gestartet und gelandet wird vertikal, wie in einem Hubschrauber – allerdings etwa 100 Mal leiser als konventionelle Flugzeuge. Statt eines großen Rotors verfügt Serie C über sechs kleinere verstellbare Propeller, die sowohl für den Auftrieb sorgen als auch für den Vortrieb, also das horizontale Fliegen.

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Hyundai bekommt Konkurrenz

Auch der koreanische Großkonzern Hyundai und der amerikanische Fahrdienstleister Uber sind bereits im Flugtaxi-Business aktiv. Das gemeinsam entwickelte Fluggerät, das gerade auf der CES 2020 in Las Vegas vorgestellt wurde, soll zunächst mit Pilot, später aber autonom fliegen.

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2019 hatte Uber angekündigt, dass Melbourne in Australien als Versuchsgebiet für Uber Air fungieren sollte. Die ersten Testflüge sollen noch in diesem Jahr stattfinden, der kommerzielle Start des laut Uber „urbanen Flugverkehrs-Fahrgemeinschafts-Produkts“ ist für 2023 geplant. Daneben hat Uber Brasilien, Frankreich, Indien und Japan als Testmärkte auserkoren.

Mit Toyotas Engagement kommt jetzt richtig Schwung in das Geschäft der VTOL-Flieger (Vertical Take-Off and Landing), zumal Uber und Joby ebenfalls eine langfristige Kooperation vereinbart haben. Auch auf dem deutschen Markt tut sich etwas in Sachen VTOLs, berichtet das „Handelsblatt“. Hier sind die Start-ups Lilium und Volocopter dabei, sich ihren Teil des Claims zu sichern. Bis der Himmel über Deutschlands Städten allerdings voller Flugtaxis ist, werden noch einige Jahre vergehen.


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