Endgültiges Airport-Aus: Am Flughafen Tegel endet nun auch die Betriebspflicht

  • Seit sechs Monaten ist der Flugbetrieb am Flughafen Tegel eingestellt.
  • Nach diesem Dienstag ist endgültig Schluss: Am Flughafen endet die Betriebspflicht.
  • Das Gelände und die Gebäude des Airports werden an das Land Berlin übergeben.
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Berlin. Nach einem halben Jahr Bereitschaftsphase ist am früheren Flughafen Tegel in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch endgültig Schluss. Um Mitternacht endet die Betriebspflicht des Flughafenstandorts im Berliner Norden. „Ab dem 5. Mai ist das Gelände auch im rechtlichen Sinne kein Flughafen mehr“, teilte der Betreiber, die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), mit. Bereits an diesem Dienstag will die FBB erste Gebäude an das Land Berlin übergeben.

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Ende des „Schlummerbetriebs“: Flughafen Tegel stillgelegt
1:01 min
Seit November hat es laut Flughafengesellschaft keine Starts und Landungen mehr im Berliner Norden gegeben.  © dpa

Tegel diente zuletzt als Impfzentrum

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Das letzte Passagierflugzeug, eine Air France in Richtung Paris, war in Tegel bereits am 8. November abgehoben. Der Flugbetrieb ist seither eingestellt. Eine Woche zuvor war der neue Flughafen BER in Schönefeld eröffnet worden, über den der Flugverkehr in der Hauptstadtregion seitdem abgewickelt wird.

Tegel musste noch für ein halbes Jahr betriebsbereit bleiben, sollte es am BER Probleme geben. Auch angesichts der niedrigen Passagierzahlen in der Corona-Krise musste der alte Flughafen laut FBB allerdings kein einziges Mal reaktiviert werden. In den vergangenen Monaten diente Tegel dafür als Berliner Impfzentrum in der Corona-Pandemie.

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Beuth-Hochschule für Technik soll im Hauptterminal unterkommen

Bis August sollen nun nach und nach das Gelände und die Gebäude an das Land Berlin übergeben werden. Dann kümmert sich die landeseigene Tegel Projekt GmbH um die Weiterentwicklung des Areals: In das ikonische Hauptterminal des ehemaligen Flughafens soll die Beuth-Hochschule für Technik einziehen. Die Gesellschaft will außerdem rund 5000 neue Wohnungen in Holzbauweise sowie einen Technik- und Industriepark errichten.

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Die FBB ist gemäß des Rückgabevertrags aber noch für 2,5 Jahre für sogenannte Altlasten auf dem Gelände verantwortlich: Schadstoffe im Boden oder Fliegerbomben, die bei Bedarf beseitigt werden müssen. „Bisher ist noch kein Handlungsbedarf aufgetreten“, teilte die FBB mit.

Die Flughafenarchitektur, die die Berliner heute kennen, ist ein Entwurf der Architekten Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg. Baustart war 1970, Einweihung vier Jahre später. Seitdem ist die Zahl der Fluggäste bis zum Einbruch in der Corona-Krise fast kontinuierlich gestiegen und hat Dimensionen erreicht, für die das Gebäude schon lange nicht mehr konzipiert war: Von den rund 36 Millionen Fluggästen in Berlin im Jahr 2019 reisten rund 24 Millionen über Tegel.

RND/dpa

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