Eisenbahn-Gewerkschaft kritisiert Streik: GDL spricht nicht für Bahn-Belegschaft

  • Laut der Konkurrenz-Gewerkschaft EVG vertritt die streikende GDL nur eine Minderheit der Bahn-Belegschaft.
  • Für den Streik hätten nur rund 5000 Mitarbeiter gestimmt, sagt EVG-Chef Klaus Hommel.
  • Die Mehrheit der DB-Mitarbeiter sei in der EVG vertreten.
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Berlin. Nach Auffassung der Konkurrenz-Organisation EVG vertritt die Lokführergewerkschaft GDL nur eine Minderheit in der Bahn-Belegschaft. „Für den Streik haben nach unseren Berechnungen so um die 5000 Bahnbeschäftigte gestimmt“, erklärte der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Klaus Hommel, am Mittwoch.

Insgesamt sind in dem Konzern im Inland rund 200.000 Menschen beschäftigt, von denen die Mehrheit von der EVG vertreten werde. Ihm sei aus dem Unternehmen sehr viel Unverständnis für den Streik der Lokführer vermittelt worden, sagte Hommel.

EVG: Es geht um den Existenzkampf der GDL

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In dem Arbeitskampf gehe es nicht um eine normale Tarifrunde, sondern um den Existenzkampf der GDL. Deren Chef Claus Weselsky habe das Ziel ausgegeben, die EVG aus dem Unternehmen zu drängen, meinte Hommel. Der nun laufende Streik belege, dass die aggressive Mitgliederwerbung, bei der vielfach Grenzen überschritten worden seien, nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht habe.

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Die EVG sei bereit, bei der Bahn zu einem tarifpluralen System zu kommen. „Zuvor muss die GDL aber ihre Attacken auf EVG-Mitglieder vor Ort einstellen und auf ihre verleumderische Rhetorik verzichten.“

RND/dpa

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