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  • Europa: Inflation auf Zehn-Jahreshoch - Verbraucherpreise steigen um drei Prozent

Drei Prozent Preissteigerung – Inflation im Euro-Raum auf Zehn-Jahreshoch

  • Europaweit hat die Inflation deutlich angezogen.
  • Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise um drei Prozent.
  • Die stärkste Preissteigerung gab es im Bereich Energie.
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Luxemburg. Die Inflation im Euroraum hat im August deutlich zugelegt und den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise seien gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Es ist die höchste Inflationsrate seit November 2011. Im Juli hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen.

Besonders stark verteuerte sich im August erneut Energie, die 15,4 Prozent teurer war als ein Jahr zuvor. Preise für Industriegüter stiegen um 2,6 Prozent. Lebens- und Genussmittel kosteten 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dienstleistungen waren 1,1 Prozent teurer.

EZB strebt Inflation von zwei Prozent an

Die Kernteuerungsrate ohne Energie und Lebensmittel stieg ebenfalls deutlich. Sie erhöhte sich von 0,7 Prozent auf 1,6 Prozent. Die Kerninflation gilt vielen Ökonomen als zuverlässigere Messgröße für die Teuerung, da sie in der Regel weniger stark schwankt.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Diese Rate wird gegenwärtig klar überschritten. Allerdings will die EZB nicht gegensteuern, weil sie den Inflationsanstieg als temporär erachtet. Sie verweist auf zahlreiche Sondereffekte, die überwiegend auf die Corona-Krise zurückgehen.

Litauen mit höchster Teuerungsrate

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Die niedrigsten Teuerungsraten wurden in Malta (0,4 Prozent), Griechenland (1,2 Prozent) and Portugal (1,3 Prozent) gemessen. Am stärksten war der Preisauftrieb in Estland und Litauen mit jeweils 5,0 Prozent. In Deutschland lag die Inflationsrate nach der für den europäischen Vergleich herangezogenen Rate (HVPI) bei 3,4 Prozent.

RND/dpa/Reuters

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