Eurokurs fällt auf tiefsten Stand seit April 2017

  • Die europäische Gemeinschaftswährung steht unter Druck.
  • Zuletzt hat der Euro ein neues Tief seit fast drei Jahren erreicht.
  • Eine Ursache für den Kursrutsch ist die Sorge vor einer Konjunkturschwäche in der Eurozone.
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Frankfurt/Main. Der Euro hat am Freitag seine Kursverluste der vergangenen Handelstage fortgesetzt und ein neues Tief seit fast drei Jahren erreicht. Am Morgen rutschte die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,0827 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit April 2017.

Zuletzt wurde der Euro wieder etwas höher bei 1,0836 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0867 (Mittwoch: 1,0914) Dollar festgesetzt.

Der Euro hat zuletzt nicht nur gegenüber dem US-Dollar Verluste erlitten. Auch gegenüber anderen Währungen wie dem britischen Pfund, dem japanischen Yen oder dem Schweizer Franken verlor der Euro an Wert.

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Eine wesentliche Ursache für die Kursverluste des Euro ist die Sorge vor einer Konjunkturschwäche in der Eurozone. Zuletzt waren Daten zur Industrieproduktion im Dezember enttäuschend ausgefallen. Am Devisenmarkt warten Anleger gespannt auf Daten zur Wirtschaftsleistung in Deutschland im vierten Quartal.

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Analysten gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den Monaten Oktober bis Dezember trotz der Krise in der Industrie leicht gewachsen ist. Einige Experten wollen aber auch eine leichte Schrumpfung der Wirtschaftsleistung nicht ausschließen. Als Belastung für die konjunkturelle Entwicklung wird auch die Coronavirus-Krise gesehen, die den Eurokurs ebenfalls belastet.

RND/dpa

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