Erste digitale Hannover-Messe eröffnet mit 1800 Ausstellern

  • Im vergangenen Jahr musste die Hannover-Messe wegen der Corona-Pandemie ausfallen, in diesem Jahr findet sie statt – allerdings ausschließlich digital.
  • Rund 1800 Aussteller haben sich für das Format angemeldet. Die letzte Hannover-Messe 2019 zählte rund 6000 Aussteller und 200.000 Besucher.
  • „Das ist allemal besser als eine Absage – und das wäre die Alternative gewesen“, sagt Messechef Jochen Köckler.
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Die Hannover-Messe als normalerweise größte Industrieschau der Welt beginnt am Montag wegen der Corona-Krise als reines Digitalformat. Mit Onlinepräsentationen, Livestreams der Aussteller, zahlreichen Videokonferenzen und einem neuen Vernetzungs-Tool sollen bis zum Freitag (16.4.) auch die Grundlagen für ein „Hybridmodell“ in der Zeit nach der Pandemie gelegt werden. Zur Eröffnung wird Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwartet, am Nachmittag soll auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen.

„Besser als eine Absage“

Rund 1800 Aussteller haben sich für das digitale Format angemeldet. Die letzte Hannover-Messe 2019 zählte rund 6000 Aussteller und 200.000 Besucher. Messechef Jochen Köckler sagte im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ): „Eine digitale Veranstaltung ist allemal besser als eine Absage – und das wäre die Alternative gewesen.“

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Thematisch geht es in diesem Jahr um Technologien zur Vernetzung und Automatisierung in Produktion und Logistik („Industrie 4.0“). Dabei sollen besonders Beiträge für mehr Energieeffizienz – und damit weniger Belastung für das Klima – gezeigt werden. Außerdem gibt es wirtschaftspolitische Runden, Fachvorträge und Podiumsdiskussionen. Für Freitag ist der Karrierekongress „Women Power“ geplant.

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Deutsche Messe will Erfahrungen sammeln

Die Erfahrungen mit dem neuen Messeformat sollen in künftige Veranstaltungen einfließen. „Für uns als Veranstalter wie für die Aussteller bietet das neue Format auch die Chance, etwas zu lernen“, sagte Köckler der HAZ. Der Messechef ging zuletzt davon aus, dass es im weiteren Jahresverlauf wieder Präsenzmessen gebe könnte – einige davon würden dann wohl als Mischform aus klassischer Messe und Austausch über das Netz laufen. Dies dürfte jedoch vor allem von der weiteren Corona-Entwicklung abhängen.

RND/ang/dpa

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