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Entspannung im Handelsstreit: USA und China verzichten offenbar auf Zollerhöhungen

  • Der Handelsstreit bremst die Weltwirtschaft - nun zeichnet sich zumindest etwas Entspannung ab.
  • Nach Angaben aus China hat sich die dortige Regierung mit den USA darauf geeinigt, vorerst auf Zollerhöhungen zu verzichten.
  • Das sind auch für deutsche Unternehmen gute Nachrichten.
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Peking. China hat nach eigenen Angaben mit den USA vereinbart, dass beide Seiten auf Zollerhöhungen verzichten, während die Handelsgespräche Fortschritte machen. Gesandte hätten sich "auf eine stufenweise Absage von Zollerhöhungen in Abhängigkeit vom Fortschritt der Verhandlungen geeinigt", sagte der Sprecher des Pekinger Handelsministeriums, Gao Feng, am Donnerstag. Falls beide Seiten eine Erste-Phase-Vereinbarung erzielten, würden sie auf Basis dieses Deals bereits eingeführte Zölle proportional streichen, sagte Gao Reportern außerdem.

Die Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping hatten im Oktober vereinbart, die Handelsgespräche wieder aufzunehmen, um den seit mehr als einem Jahr andauernden Streit um Technologie- und Industriepolitik beizulegen. Im Zuge dieses Waffenstillstands legten sie weitere Zollerhöhungen auf Eis.

US-Handelsminister Wilbur Ross sagte diese Woche, eine Vereinbarung in der ersten Phase wäre allgemein und würde den Handel mit bestimmten Gütern wie Sojabohnen oder verflüssigtem Erdgas betreffen. Kompliziertere Themen würden in späteren Verhandlungsrunden angegangen, sagte er. Ob Zollsenkungen in den Verhandlungen der ersten Phase eine Option seien, sagte er nicht direkt.

Auch für die deutsche Wirtschaft ein Problem

Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet die Weltwirtschaft. Beide Staaten haben Einfuhren aus dem jeweils anderen Land mit Zöllen belegt. In mehreren Runden weiteten sie die Abgaben auf mehr Produkte aus und die Zollsätze wurden teilweise angehoben. Die konjunkturellen Aussichten trübten sich deshalb global ein - was auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft traf.

Trump beschuldigt China, US-Unternehmen zur Preisgabe technologischen Wissens zu drängen und er hat das Handelsdefizit seines Landes im Geschäft mit China kritisiert. China hat seine Zölle als Vergeltung für die US-Zölle dargestellt.

RND/AP

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