IG Metall fordert bezahlte Freistellung von Eltern wegen längerer Weihnachtsferien

  • Um das Infektionsrisiko zu verringern, sollen die Schulferien in diesem Jahr überwiegend schon am 19. Dezember beginnen.
  • Das stellt arbeitende Eltern vor eine große Herausforderung.
  • Eltern sollten deshalb an den Extra-Ferientagen bezahlt freigestellt werden, fordert die Gewerkschaft IG Metall.
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Berlin. Die Gewerkschaft IG Metall fordert wegen der nun in einigen Bundesländern vorgezogenen Weihnachtsferien bezahlte freie Tage für Eltern. Die wegen Corona vereinbarte Vorverlegung der Ferien dürfe nicht auf deren Rücken ausgetragen werden, sagte der Chef der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, am Donnerstag. Die IG Metall fordere Arbeitgeber und Politik zum gemeinsamen Handeln auf: „Stellt die Eltern zumindest jetzt an diesen Tagen bezahlt frei!“ Es seien die gleichen Eltern, die schon zu Beginn der Pandemie die Schließung von Kitas und Schulen über Urlaubstage, Abbau von Arbeitszeitkonten und Entgeltverzicht auffangen mussten.

Weihnachtsferien sollen am 19. Dezember beginnen

Um die Zahl der Kontakte direkt vor den Feiertagen und damit die Ansteckungsgefahr im Familienkreis zu verringern, hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder vereinbart, die Weihnachtsferien in fast ganz Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen zu lassen - dem Samstag vor Heiligabend. Dieses Datum stand zwar in den meisten Bundesländern schon lange vor Corona als Ferienbeginn fest, die restlichen Länder ziehen aber nach. Nur Bremen und Thüringen hatten sich vorbehalten, eine eigene Regelung zu treffen.

RND/dpa

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