E-Autos für Afrika: Volkswagen startet Pilotprojekt in Ruanda

  • VW plant, auf den afrikanischen Märkten zu wachsen - und setzt dabei auf E-Autos.
  • Durch Ruanda sollen nun die ersten Stromer rollen, was zum Milliardengeschäft werden könnte.
  • Denn einige afrikanische Länder werden für Investitionen immer interessanter.
Anzeige
Anzeige

Johannesburg. Volkswagen will die E-Mobilität in Afrika mit einem Pilotprojekt voranbringen. In Ruandas Hauptstadt Kigali sollen demnächst 50 E-Golf fahren, kündigte der Geschäftsführer von Volkswagen South Africa, Thomas Schäfer, am späten Montagabend an. Die Infrastruktur werde von Siemens aufgebaut.

Die Elektro-Golfs sollen zunächst nicht an Privatpersonen verkauft werden, sondern vom Volkswagen-eigenen Mobilitätsdienst genutzt werden. Schäfer - auch Vorsitzender des Afrikanischen Automobilhersteller-Verbandes(AAAM)- kündigte zugleich für die nächsten Monate die Aufnahme neuer Produktionsstätten in Ghana und Kenia an.

Als bisher größter Standort auf dem Kontinent gilt das Volkswagenwerk nahe der südafrikanischen Hafenstadt Port Elizabeth, wo im Vorjahr 126 463 Fahrzeuge produziert wurden. Fürs laufende Jahr erwartet Schäfer dort eine Produktion von 162 000 Fahrzeugen. Das Werk in der mit dem Bundesland Niedersachsen partnerschaftlich verbundenen Ostkap-Provinz beschäftigt rund 3700 Mitarbeiter und baut sowohl für den Export sowie den heimischen Markt diverse Polo-Versionen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Afrika ist ein wichtiger Wachstumsmarkt

Südafrika gilt als eine Art Testmarkt für Automobil-Hersteller aus aller Welt, darunter BMW, Mercedes, Ford oder Nissan, aber auch die chinesische Beijing Automotive Industry Corporation oder der indische Tata-Konzern. Die Marke VW hat dort mittlerweile einen Marktanteil von 20 Prozent – den höchsten konzernweit.

Anzeige

Zugleich gelten afrikanische Länder als wichtiger Wachstumsmarkt. In einigen Staaten verbessern sich die Bedingungen für Investitionen rasant, der Wohlstand nimmt teilweise schnell zu. Auch entsteht derzeit ein Freihandels-Bündnis, dass den Vorläufern der Europäischen Union ähnelt. Die nun geplante E-Auto-Initiative soll deshalb trotz niedriger Stückzahlen eine Art Türöffner für den geplanten afrikanischen Binnenmarkt werden, so VW-Manager Schäfer.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen