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Drägerwerk: Medizintechnikhersteller kritisiert Vorgehen bei Atemschutzmasken

  • Der Drägerwerk-Chef hat die Politik hinsichtlich der Versorgung von medizinischen Einrichtungen mit Atemschutzmasken kritisiert.
  • Der Lübecker Unternehmer bezweifelte die Ernsthaftigkeit von Bemühungen der Bundesregierung.
  • Dräger hält eine Fertigungsanlage auch in Deutschland für möglich, sagte er der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.
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Frankfurt/Main. Der Chef des Medizintechnikherstellers Drägerwerk, Stefan Dräger, hat die Politik im Hinblick auf die Versorgung von Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen mit medizinischen Schutzmasken kritisiert. “Ich habe den Eindruck, zurzeit sind vor allem Schlagzeilen gefragt, dass Millionen von Masken irgendwo auf einem Flughafen auf der Stelle zur Verfügung stehen”, sagte der Lübecker Unternehmer der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Dräger stellt Schutzmasken in Fabriken in Schweden und Südafrika her. In den USA baut das Unternehmen im Auftrag der US-Regierung eine eigene Fertigungsanlage.

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“Wir stehen Gewehr bei Fuß”: Dräger hält Fertigungsanlage auch in Deutschland für möglich

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Sofern gewünscht, sei so eine Fabrik natürlich auch in Deutschland möglich, sagte Dräger der Zeitung. Der Bau würde zwei bis drei Monate dauern. “Wir stehen Gewehr bei Fuß. Das würde die Abhängigkeit von fragwürdigen Zwischenhändlern senken, die ihre Ware an den Meistbietenden verkaufen.” Der Bund hat bei Dräger 10.000 Beatmungsgeräte zur Behandlung von Covid-19-Patienten bestellt. Die ersten wurden nach Auskunft des Unternehmers im März geliefert.

RND/dpa

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