Dr. Oetker weist Foodwatch-Vorwurf zu Titandioxid zurück

  • Das möglicherweise schädliche Titandioxid könnte in Fertiggerichten von Dr. Oetker sein – mit diesem Vorwurf hat Foodwatch vor einiger Zeit Schlagzeilen gemacht.
  • Nach einer Laboruntersuchung weist Dr. Oetker die Anschuldigungen zurück.
  • Doch Foodwatch bezweifelt die Untersuchung.
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Der Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker hat den Vorwurf der Organisation Foodwatch zurückgewiesen, dass bestimmte Produkte des Unternehmens den umstrittenen Farbstoff Titandioxid enthalten. Nachdem Foodwatch die Anschuldigung erhoben habe, sei von Dr. Oetker eine Untersuchung beim Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) beauftragt worden, teilte ein Unternehmenssprecher am Samstag mit. “Die Ergebnisse des DIL bestätigen die Angaben von Foodwatch nicht. Wir haben keinen Grund, die Aussagen des DIL anzuzweifeln.”

Wegen gesundheitlicher Bedenken hat Frankreich den weißen Farbstoff Titandioxid in Lebensmitteln von Anfang 2020 an verboten. Der auch als E171 bekannte Zusatzstoff wird etwa in Süßigkeiten, Mozzarella oder Zahnpasta verwendet. Er soll Lebensmittel glänzender machen.

Foodwatch bezweifelt Untersuchung

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Laut Foodwatch hatte im Sommer ein Test gezeigt, dass in vier Dr.-Oetker-Produkten Titandioxid in Nanopartikel-Form enthalten sei. Zudem sei die von Dr. Oetker angeführte Untersuchungsmethode ungeeignet, um die Nanopartikel nachzuweisen, so die Verbraucherorganisation.

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Titandioxid kommt auch in Farben, Lacken oder Kunststoffen vor. Die europäische Chemikalienagentur ECHA schlug 2017 die Einstufung von Titandioxid in die Kategorie zwei vor – das heißt, dass die Substanz in Verdacht steht, bei Inhalation Krebs zu erregen. Die EU stufte den Stoff in Pulverform im September als Gefahrenstoff ein, verboten wurde Titandioxid nicht.

Dr. Oetker will nach Angaben der Neuen Westfälischen (NW) trotzdem auf das Pigment verzichten, im ersten Quartal 2020 soll die Produktion umgestellt werden.

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