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DIW: Coronavirus stürzt deutsche Wirtschaft in die Rezession

Die Deutsche Wirtschaftsleistung wird nach Einschätzung des DIW in diesem Jahr erstmals seit der Finanzkrise 2009 schrumpfen.

Berlin. Die Deutsche Wirtschaftsleistung wird nach Einschätzung des DIW in diesem Jahr erstmals seit der Finanzkrise 2009 schrumpfen. Wegen der Coronakrise senkte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag seine Jahresprognose für das Bruttoinlandsprodukt von einem Plus von 1,2 Prozent auf ein Minus von mindestens 0,1 Prozent.

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Das sei jedoch ein sehr optimistisches Szenario, stellte Institutspräsident Marcel Fratzscher klar. Es könne die deutsche Wirtschaft auch deutlich härter treffen. “Wird zudem, wie international üblich, die höhere Zahl an Arbeitstagen in diesem Jahr berücksichtigt, so ergibt sich sogar ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um ein halbes Prozent”. Europaweit müsse die Finanzpolitik noch mehr tun, um eine Pleitewelle zu verhindern.

Die Europäische Zentralbank hatte in der Nacht zu Donnerstag ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt. “Die EZB hat ein sehr klares Signal gesetzt”, erkannte der Ökonom an. “Aber eine Zentralbank allein kann es nicht stemmen.”

Mehr Geld für Konsum gefordert

Stärkere europäische Antworten seien notwendig, etwa europäische Staatsanleihen. “Ziel ist es, dass dieser Schock sich nicht in eine Finanzkrise verwandelt”, warnte Fratzscher. Italien könne der erste Dominostein sein, der kippe.

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Wie in den USA könnte aus Sicht des DIW auch Deutschland seinen Bürgern Geld geben, damit der Konsum nicht einbricht. Die US-Regierung erwägt einen solchen Schritt. "Auch das ist eine Option, damit vor allem die, die es besonders hart trifft, ihren Lebensstandard bestreiten können." Für Deutschland sei das stemmbar.

RND/dpa


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