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„Diskussion greift zu kurz“

Digitalisierung: Neue Studie sieht Menschen als größte Herausforderung

ARCHIV - 19.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Oberhausen: ILLUSTRATION - Ein Mann sitzt an seinem Arbeitsplatz im Home-Office. Arbeitnehmer sollen sich nicht nur in der Pandemie, sondern grundsätzlich auch mit digitalen Angeboten statt Präsenzveranstaltungen weiterbilden können (zu dpa: «Nordrhein-Westfalen will Digitalisierung in der Weiterbildung forcieren»). Foto: Fabian Strauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 19.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Oberhausen: ILLUSTRATION - Ein Mann sitzt an seinem Arbeitsplatz im Home-Office. Arbeitnehmer sollen sich nicht nur in der Pandemie, sondern grundsätzlich auch mit digitalen Angeboten statt Präsenzveranstaltungen weiterbilden können (zu dpa: «Nordrhein-Westfalen will Digitalisierung in der Weiterbildung forcieren»). Foto: Fabian Strauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Hof. Um die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung weiter voranzutreiben, braucht es grundlegende Veränderungen - und nicht nur neue Hard- und Software: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kompetenzzentrums Digitale Verwaltung der Hochschule Hof. „Fasst man die Ergebnisse der Studie zusammen, liegen die größten Herausforderungen nicht in der Technologie, sondern in den Strukturen, der verwaltungsspezifischen Kultur und der Qualifizierung der Beschäftigten, die sich größtenteils auf juristische Inhalte beschränkt“, teilte der Wissenschaftler Thomas Meuche mit.

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„Dies zu ändern, erfordert weit mehr als die Freigabe von Mitteln für den Kauf neuer Hard- und Software. Deshalb greift die Diskussion über die Digitalisierung der Verwaltung auch zu kurz, es geht um deren Modernisierung. Das ist die Mammutaufgabe, vor der der Staat steht“, fuhr Meuche fort.

Meuche: Können und Motivation der Beschäftigten entscheidend

Meuche und seine Kollegen haben 360 Gebietskörperschaften in Deutschland um eine Selbsteinschätzung gebeten und ihnen Fragen zu Themen Strategie, Führung, Prozesse, Steuerung, Daten, Mitarbeitende und Technologie gestellt.

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So habe zum Beispiel die Qualifikation und Motivation der Beschäftigten im Hinblick auf die Digitalisierung großes Verbesserungspotential. „Gerade dieser Bereich ist aber essenziell. Denn ohne ein breites grundlegendes Verständnis von Daten und Prozessen sowie den Funktionsweisen digitaler Lösungen kann eine Digitalisierung nicht gelingen“, schrieb Meuche, der zusammen mit Heike Markus das Kompetenzzentrum leitet.

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Kaum digitaler Wandel: Die Realität in Kliniken und Praxen bleibt analog

Die Einstellung der Ärzteschaft zur Digitaltechnik hat sich in der Pandemie klar geändert. Gearbeitet wird aber oft weiterhin analog. Jedem Zweiten und jeder Zweiten fehlt Digitalwissen.

Ein weiteres Problem liege in den Strukturen der Verwaltung begründet. „Die starke Hierarchisierung und Abgrenzung von Zuständigkeiten erschwert es, schlanke übergreifende Prozesse zu organisieren. Und je komplexer die Prozesse, desto aufwendiger ist auch deren Digitalisierung.“

RND/dpa

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