Deutsche kaufen weiterhin viele SUV-Automodelle

  • Stadtgeländewagen, die sogenannten SUVs, sind bei den Deutschen unverändert sehr beliebt.
  • Knapp ein Drittel der im zweiten Halbjahr 2020 zugelassenen Autos waren SUVs. Die hohe Quote kommt unter anderem auch durch geförderte Plug-in-Hybrid-Modelle zustande.
  • Im Sommer hatte die Bundesregierung die bereits bestehende Kaufprämie für Elektroautos über eine Innovationsprämie erhöht.
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Berlin. Knapp ein Drittel der im zweiten Halbjahr 2020 zugelassenen Autos in Deutschland waren Stadtgeländewagen (SUV). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, auf die sich die Bundesregierung in ihrer Antwort beruft, wurden von Juli bis Dezember 2020 hierzulande 543.810 SUVs zugelassen, darunter 126.341 Dieselfahrzeuge (knapp 23 Prozent). Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 1.707.056 Pkws neu zugelassen - davon waren 69 Prozent Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Knapp 8,8 Prozent hatten einen Elektroantrieb, etwa genauso viele waren Plug-in-Hybride.

Grünen kritisieren zu hohe SUV-Quote

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Stefan Gelbhaar kritisiert die aus seiner Sicht zu hohe SUV-Quote. Der Anteil der Stadt-Geländewagen (SUVs) unter den Plug-in-Hybriden liegt der Statistik zufolge bei 40 Prozent. Unter den Elektroautos waren 20 Prozent SUVs. „Diese Fahrzeuge blockieren die Verkehrswende“, sagte Gelbhaar. Sie dürften deshalb nicht über eine Kaufprämie gefördert werden, forderte der Grünen-Politiker.

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Im Sommer hatte die Bundesregierung die bereits bestehende Kaufprämie für Elektroautos über eine „Innovationsprämie“ erhöht. Im zweiten Halbjahr 2020 wurden daraufhin 205.000 Anträge gestellt - und damit mehr als in den Jahren 2016 bis 2019 zusammen. Einschließlich des Förderanteils der Hersteller können Antragsteller bis zu 9000 Euro bei Batteriefahrzeugen und bis zu 6750 Euro beim Kauf von Hybriden erhalten. Die Subvention soll bis 2025 aufrechterhalten bleiben.

RND/dpa

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