Deutsche Bank überrascht mit Gewinn im dritten Quartal

  • Deutschlands größtes Bankhaus kommt gut durch die Corona-Krise.
  • Die Deutsche Bank hat das dritte Quartal mit Gewinn abgeschlossen, Analysten hatten unter dem Strich mit einem Verlust gerechnet.
  • Nach dem guten dritten Quartal wächst bei dem Dax-Unternehmen die Zuversicht, auch das Gesamtjahr positiv abschließen zu können.
Anzeige
Anzeige

Frankfurt/Main. Die Deutsche Bank hat das dritte Quartal trotz des Gegenwinds der Corona-Krise mit Gewinn abgeschlossen. Vor Steuern stand ein Plus von 482 Millionen Euro in den Büchern, wie Deutschlands größtes Geldhaus am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Auf die Deutsche-Bank-Aktionäre entfiel unter dem Strich ein Gewinn von 182 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der im Juli 2019 eingeleitete Konzernumbau für tiefrote Zahlen bei dem Dax-Unternehmen gesorgt.

„Im fünften Quartal unserer Transformation haben wir neben unserer Kostendisziplin auch gezeigt, dass wir Marktanteile gewinnen können“, bilanzierte Vorstandschef Christian Sewing. „Unser fokussiertes Geschäftsmodell zahlt sich aus, und wir erwarten, dass sich ein erheblicher Teil unserer Ertragssteigerungen als nachhaltig erweisen wird.“ Analysten hatten im Schnitt für den Drei-Monats-Zeitraum Juli bis September unter dem Strich mit einem Verlust gerechnet.

Deutsche Bank will Gesamtjahr mit Gewinn abschließen

Nach dem guten dritten Quartal wächst bei der Deutschen Bank die Zuversicht. Trotz des beispiellosen Konjunktureinbruchs infolge der Corona-Pandemie sei Deutschlands größtes Geldhaus 2020 durchgehend profitabel gewesen, bilanzierte Konzernchef Christian Sewing am Mittwoch: „Nach neun Monaten beläuft sich unser Gewinn auf 846 Millionen Euro vor Steuern, sodass wir weiterhin zuversichtlich sind, auch für das Gesamtjahr ein positives Vorsteuerergebnis zu erreichen.“

Anzeige

Nach einer Serie von Verlustjahren läuft bei der Deutschen Bank seit Mitte 2019 ein tiefgreifender Konzernumbau. Das Institut hat sich aus einigen Geschäftsfeldern zurückgezogen, das Investmentbanking wurde verkleinert. Zudem soll bis Ende 2022 die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 verringert werden. Auch das Filialnetz in Deutschland wird um gut 100 Standorte auf 400 geschrumpft.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen