Medienbericht: Deutsche Bank will endgültig mit Trump brechen

  • Offenbar beendet die Deutsche Bank ihre Geschäftsbeziehung zu US-Präsident Donald Trump.
  • Das berichten unter anderem die „New York Times“ und der Finanzdienst „Bloomberg“.
  • Für den scheidenden Präsidenten und Immobilienunternehmer war die Deutsche Bank lange einer der wichtigsten Geldgeber.
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Medienberichten zufolge will die Deutsche Bank keine Geschäfte mehr mit dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump machen. Das berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf informierte Kreise bei der Deutschen Bank – die die Entscheidung bislang nicht bestätigen will. Hintergrund ist offenbar der von Trump-Anhängern unterstützte Sturm auf das US-Kapitol in der vergangenen Woche.

Nach Informationen der „NYT“ und des Nachrichtendienstes „Bloomberg“ ist die Entscheidung bei der größten deutschen Privatbank aber gefallen: Ab dem kommenden Jahr sollen weder Trump noch seine Unternehmen von der Deutschen Bank Kredite bekommen. Lediglich eine laufende Kreditlinie soll demnach weiterlaufen, bis Trump sie in den kommenden Jahren zurückgezahlt hat.

Deutsche Bank einer der wichtigsten Geldgeber

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Für den US-Präsidenten und Immobilienunternehmer ist die Entscheidung der Bank womöglich ein Schlag ins Kontor: Die Deutsche Bank ist seit zwei Jahrzehnten einer von Trumps wichtigsten Kreditgebern. Aktuell soll er noch 340 Millionen Dollar Schulden bei der Deutschen Bank haben. Die hatte laut dem Handelsblatt damit in der Vergangenheit unter anderem Hotels in Washington und Chicago sowie einen Golfclub finanziert.

Die Geschäftsbeziehung zu Trump hatte der Deutschen Bank in der Vergangenheit viel Ärger eingebracht. Die Demokratische Partei hatte immer wieder Auskünfte dazu verlangt, gar einen Untersuchungsausschuss ins Spiel gebracht – ein Risiko für die Deutsche Bank, die nach allerlei Skandalen in den USA ohnehin mit Argwohn betrachtet wird. Schon im November hatten Insider kolportiert, das Geldhaus suche nach Wegen, die Geschäfte mit Trump zu beenden.

Unternehmenswelt geht auf Distanz zu Trump

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Indes ist die Deutsche Bank mit ihrem jetzigen Durchgreifen nicht allein: Auch die Signature Bank hat laut „NYT“ beschlossen, sich vom umstrittenen Kunden Trump zu trennen. Und auch sonst gehen immer mehr Geschäftspartner auf Distanz zum scheidenden US-Präsidenten. „Ich habe im November Trump gewählt. Heute bereue ich das“, gestand etwa der prominente Investor Nelson Peltz beim Börsensender CNBC.

Ob derartige Entscheidungen nur vom Entsetzen über den Sturm auf das Kapitol mit mehreren Toten geprägt sind, ist indes unklar. Längst spekulieren Beobachter, dass Trump mit der Unterstützung für seine radikalen Anhänger die Marke Trump ramponiert haben könnte – was Geschäfte mit ihm auch zu einem wirtschaftlichen Risiko machen würde.

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