Deutsche Bahn will stillgelegte Strecken wieder aktivieren

  • Neue Strecken, neue Haltepunkte: Die Deutsche Bahn will ihr Schienennetz wieder ausdehnen.
  • In der Vergangenheit hatte das Staatsunternehmen im Zuge von Sparmaßnahmen zahlreiche Strecken stillgelegt.
  • Bis zum Frühjahr will die Bahn entscheiden, auf welchen Strecken sich der Fahrbetrieb doch lohnen könnte.
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Berlin. Für kleine Orte war es oft mehr als ein kleines Ärgernis: Insgesamt 3600 Kilometer Bahnstrecke sind in den vergangenen 25 Jahren stillgelegt worden. Damit soll nun Schluss sein: "Wir stoppen Stilllegungen und haben eine Taskforce zur Streckenreaktivierung eingesetzt", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Freitag.

Welche Strecken wieder befahren werden könnten, soll zeitnah konkretisiert werden. "Bis zum Frühjahr soll ein Paket von Strecken identifiziert werden, über das man mit dem Bund und den Ländern sprechen will", so der Sprecher weiter. Zuvor hatte "Der Spiegel" über das Vorhaben berichtet.

Vor allem Ostdeutschland war von Stilllegungen betroffen

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"Wir brauchen in Deutschland jeden Kilometer Gleis, um den wachsenden Verkehr zu bewältigen und das System Schiene robuster zu machen", zitierte das Magazin Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Er nannte als Vorbilder Verbindungen wie die Kurhessenbahn von Korbach nach Frankenberg und die Strecke von Gummersbach nach Lüdenscheid. Dem Bericht zufolge könnte damit die Niedtalbahn im Saarland vor dem Aus gerettet sein.

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Zwischen 1994 und 2019 wurden nach Angaben des Schienenlobbyvereins Allianz pro Schiene Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 3600 Kilometern stillgelegt, nahezu zehn Prozent des Netzes. Gleichzeitig seien jedoch auch 800 Kilometer für den Personen- und knapp 400 Kilometer für den Güterverkehr wieder in Betrieb genommen worden.

90 Prozent der stillgelegten Strecken liegen nach Branchenangaben in Ostdeutschland. Viele Abschnitte sind demnach kleine Verbindungsstücke, mit denen sich eine Lücke in langen Regionalstrecken schließen ließe.

RND/dpa

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