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  • Deutsche Bahn: Tarifverhandlungen ab heute - Konzern will zwei Milliarden Euro Personalkosten ohne Stellenabbau sparen

Deutsche Bahn: Tarifverhandlungen um Einsparung von Personalkosten haben begonnen

  • Am Montag haben die eigentlich erst für März geplanten Verhandlungen der Deutschen Bahn mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vorzeitig begonnen.
  • Der Konzern will in den nächsten Jahren bis zu zwei Milliarden Euro Personalkosten einsparen.
  • Einen Stellenabbau solle es jedoch nicht geben.
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Frankfurt/Main. Bei der Deutschen Bahn haben am Montag vorzeitig Tarifverhandlungen begonnen. Der Konzern will im Gegenzug für staatliche Hilfe in den nächsten Jahren bis zu zwei Milliarden Euro bei Personalkosten einsparen. Es soll aber keinen Stellenabbau geben und auch kein Ende der laufenden Einstellungsoffensive, wie der Konzern und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) schon vorab in einem "Bündnis für unsere Bahn" vereinbart hatten.

Personal soll nicht unter Corona-Einbußen leiden

Bei den fünftägigen Tarifverhandlungen in Frankfurt am Main geht es nun darum, wie sich dennoch Personalkosten senken lassen. Der Konzern hat mit hohen Verlusten zu kämpfen. In der Corona-Krise waren die Fahrgastzahlen eingebrochen. Hinzu kommen Schwierigkeiten im Güterverkehr und im Auslandsgeschäft.

Die Bahn hat 211.000 Beschäftigte in Deutschland. Den Kollegen dürften nicht die Lasten der Corona-Krise aufgebürdet werden, mahnte die EVG zum Auftakt. Sie hatte eingewilligt, die eigentlich für März geplanten Tarifverhandlungen vorzuziehen. Man werde weder dem Bund noch der Bahn einen Blankoscheck ausstellen, hieß es.

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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer war auch zum Bahn-Bündnis geladen gewesen, lehnte aber ab. Man wolle keine Sanierung auf Kosten des Personals, hieß es bei den Lokführern.

RND/dpa

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