Deutsche Bahn droht Maskenverweigerern mit dauerhaftem Reiseverbot

  • Die Deutsche Bahn greift zum letzten Mittel, um noch effektiver gegen Maskenverweigerer vorzugehen.
  • Künftig soll es möglich sein, einen sogenannten Beförderungsausschluss auszusprechen.
  • Die betroffenen Passagiere dürfen dann nicht mehr in Zügen der Deutschen Bahn mitfahren.
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Die Deutsche Bahn geht einen Schritt weiter, um Maskenverweigerern einen Riegel vorzuschieben. So sei es künftig möglich, gegenüber Passagieren, die wiederholt keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, einen Beförderungsausschluss auszusprechen. Das bestätigte ein Bahnsprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Die Bahn beruft sich bei der Maßnahme auf den Paragraf 4, Absatz 2 der Eisenbahn-Verkehrsordnung. Der besage, dass ein Beförderungsausschluss „bei drohender Gefahr präventiv ausgesprochen werden“ könne, sagte ein DB-Sprecher der „Welt am Sonntag“.

Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch möglich

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Für einen Maskenverweigerer würde das ein dauerhaftes Reiseverbot in Zügen der Deutschen Bahn bedeuten. Besteigt er trotzdem einen Zug, muss er mit einer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch rechnen. Die Tat kann dann mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden.

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Bisher müssen Maskenverweigerer am nächsten Bahnhof aus dem Zug aussteigen, ihnen droht außerdem ein Bußgeld. Das darf allerdings nicht die Deutsche Bahn verhängen, stattdessen werden die Personalien des Passagiers an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Bundespolizei registriert 200.000 Verstöße

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Ein Bahnsprecher weist darauf hin, dass sich der Großteil der Bahnreisenden vorbildlich verhalte. Rund 99 Prozent der Passagiere tragen demnach eine Mund-Nasen-Bedeckung. Dennoch hat die Bundespolizei von Mitte September bis Anfang Dezember rund 200.000 Reisende ohne Mund-Nasen-Schutz an Bahnhöfen und im Zugverkehr registriert. In den meisten Fällen blieb es bei Ermahnungen. In 3700 Fällen wurden offiziell Verstöße festgestellt und die Personalien weitergeleitet.

ang/RND/dpa

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