Hersteller von Desinfektionsmitteln starten Hilferuf: Ethanol wird knapp

  • Den Herstellern von Desinfektionsmitteln geht laut einem Medienbericht der wichtige Inhaltsstoff Ethanol aus.
  • Sie wenden sich deshalb mit einem Hilferuf an Gesundheitsminister Jens Spahn.
  • Die Forderung: Statt an die Spirituosenhersteller solle Ethanol lieber an sie geliefert werden.
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Eine ausreichende Versorgung mit Desinfektionsmittel ist in der Corona-Krise wichtig. Die Nachfrage danach sei “explodiert”, berichten deutsche Hersteller, Unternehmen arbeiten in Sonderschichten. Allerdings scheint dabei ein wichtiger Inhaltsstoff knapp zu werden: Ethanol. Laut einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” gibt es Streit um die Liefermengen. Den Herstellern drohe Ethanol auszugehen. Sie fordern nun, bei der Belieferung mit Ethanol bevorzugt zu werden.

Wie die Zeitung berichtet, erging diesbezüglich auch bereits ein Hilferuf an Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Forderung: Ethanol, das laut Lieferverträgen eigentlich an Spirituosenhersteller geliefert würde, solle stattdessen an die Herstellern von Schutz- und Desinfektionsprodukten umgeleitet werden.

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Schnelle Entscheidung nötig

Erhielten die Hersteller von Desinfektionsmitteln bei der Versorgung mit Ethanol nicht in den nächsten Tagen den Vorzug, müsse die Produktion sonst in zwei Wochen deutlich heruntergefahren werden. “Unsere Unternehmen kämpfen an vorderster Front gegen die Corona-Pandemie. Nach aktuellen Einschätzungen unserer Mitglieder muss die Produktion in zwei Wochen deutlich reduziert werden, wenn Prioritäten in der Versorgung mit dem Rohstoff nicht jetzt anders gesetzt werden”, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin gegenüber der FAZ.

Ein schnelles Handeln sei deshalb nötig, weil die Umleitung von Ethanol-Beständen nicht von heute von morgen gelingen könne.

RND/asu



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