Dax: Die Bestmarke bleibt im Fokus

  • In der neuen Woche dürfte sich der Dax weiter in rekordverdächtigen Höhen bewegen.
  • Analysten warnen aber auch vor zu viel Euphorie.
  • Bilanzen der großen US-Banken könnten für Impulse sorgen.
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Frankfurt/Main. Im noch jungen Börsenjahr profitiert der deutsche Leitindex Dax gleich von einem ganzen Bündel möglicher Kurstreiber. So hat sich der zwischenzeitlich wieder zugespitzte Konflikt zwischen den USA und dem Iran etwas entspannt und auch der internationale Handelsstreit hat erst einmal an Schrecken verloren. Experten sehen damit gute Chancen für weiter steigende Kurse, warnen aber auch vor zu viel Euphorie.

Am Freitag hatte der Dax fast unverändert zum Vortag geschlossen. Er behauptete seine zwischenzeitlichen Gewinne nicht und schloss 0,09 Prozent tiefer bei 13.483,31 Punkten. Zeitweise hatten dem Leitindex nur etwa 50 Punkte zur Bestmarke von 13.596,89 Zählern gefehlt, die vom 23. Januar 2018 datiert. Auf Wochensicht schaffte der Dax einen Gewinn von 2 Prozent.

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Dax kurzfristig heiß gelaufen?

"Die neue Dekade begann mit einem kleinen Schock, aber nun ist alles wieder gut", schrieb Analyst Christian Apelt von der Landesbank Helaba. Die Tötung des iranischen Generals Soleimani durch die USA und der darauf folgende Angriff des Irans auf US-Stützpunkte im Irak habe die Nervosität nur kurzzeitig erhöht. Da der Konflikt angesichts der maßvollen Reaktion von US-Präsident Trump zunächst aber nicht weiter zu eskalieren drohe, setzte sich die Jahresanfangseuphorie erst einmal fort.

Allerdings scheint der Dax der DZ Bank zufolge kurzfristig "heiß gelaufen" zu sein. Sollte es tatsächlich zu einer Konsolidierung am Aktienmarkt kommen, werde es während dieser auch 2020 wieder gute Möglichkeiten für einen Wiedereinstieg geben.

Die Experten der Weberbank wiesen ebenfalls darauf hin, dass sich die Aktienbewertungen zu Beginn dieses Jahres auf im Vergleich zum Vorjahr erhöhtem Niveau bewegten. Insofern reagierten die Märkte verständlicherweise sehr nervös auf jegliche Art von Ereignissen, die die konjunkturelle Entwicklung gefährden könnten.

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Erstes Handelsabkommen zwischen USA und China

Am Mittwoch steht aber erst einmal ein erfreulicher Termin an. Dann solle in Washington mit der Unterzeichnung eines erstes Handelsabkommens zwischen den USA und China die schrittweise Einigung zur Deeskalation des Konflikts zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt besiegelt werden, schrieb Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank.

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Die Aussicht auf ein US-chinesisches Teilabkommen hat Kater zufolge zwar bereits in den vergangenen Wochen an den Finanzmärkten für Erleichterung gesorgt, das Wachstum in Deutschland sei aber 2019 durch den Handelszwist trotzdem verhagelt worden. Am Mittwoch werde die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts zeigen, wie stark die Belastung dadurch gewesen sei.

US-Banken bilanzieren

Unternehmensseitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die in den USA langsam anlaufende Berichtssaison. Am Dienstag beziehungsweise am Mittwoch werden einige große US-Bank wie JPMorgan oder Goldman Sachs ihre Bücher öffnen. Die Geschäftszahlen der Finanzhäuser könnten die Aktien der deutschen Branchenkollegen und auch den Gesamtmarkt bewegen.

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Hierzulande allerdings stehen nur wenige Unternehmenszahlen auf der Agenda. Am Dienstag präsentieren der Zuckerhersteller Südzucker sowie der Licht- und Elektronikspezialist Hella ihre Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Zur Wochenmitte berichtet der Handelskonzern Metro über seine Umsatzentwicklung, bevor am Donnerstag der Konsumgüterkonzern Beiersdorf Umsatzzahlen für das abgelaufene Jahr veröffentlicht.

RND/dpa

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