Credit Suisse zahlt weitere Milliarden an Greensill-Anleger

  • Nach der Pleite des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill hat die Großbank Credit Suisse weitere 1,7 Milliarden Dollar an die Anleger des Greensill-Fonds ausgezahlt.
  • Zudem erwägt die Schweizer Großbank rechtliche Schritte.
  • Über das weitere Vorgehen will das Finanzunternehmen Ende April informieren.
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Zürich. Die Großbank Credit Suisse schüttet weitere 1,7 Milliarden Dollar an die Anleger der umstrittenen Greensill-Fonds aus. Damit summieren sich die Rückzahlungen aus den sogenannten Lieferketten-Finanzierungsfonds auf 4,8 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro), wie das schweizerische Geldhaus am Dienstag in Zürich mitteilte. Ende Februar waren die Fonds noch mit rund 10 Milliarden Dollar bewertet worden.

Vom 1. März bis 9. April habe die Credit Suisse rund zwei Milliarden Dollar aus den Forderungen eingenommen, hieß es. Daraus folgend verfügten die Fonds über flüssige Mittel in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar. Einschließlich der bereits ausgeschütteten Mittel von 3,1 Milliarden entspreche dies mehr als der Hälfte des Vermögens, das die vier Fonds zum Zeitpunkt der Aussetzung aller Zeichnungen und Rücknahmen verwaltet hatten. Nach der Pleite des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill hatte die Credit Suisse beschlossen, die betroffenen Fonds aufzulösen.

Credit Suisse erwägt rechtliche Schritte

Die Fondssparte der Credit Suisse arbeite weiterhin daran, Rückzahlungen sicherzustellen, hieß es nun. Es bestehe jedoch ein hohes Maß an Unsicherheit über die Beträge, die letztlich an die Fondsanleger ausgeschüttet werden könnten. Zudem erwäge die Credit Suisse rechtliche Schritte, um die Interessen der Fondsanleger zu wahren. Über weitere Fortschritte will die Bank Ende April informieren.

RND/dpa

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