Covid-Tests im Job: Mittelstandsverbund fordert digitale Ergebnissammlung

  • Im Oktober werden die sogenannten Corona-Bürgertests vielerorts kostenpflichtig.
  • Damit wird das Infektionsgeschehen weniger als bisher erfasst, fürchtet der Mittelstandsverbund.
  • Er fordert, stattdessen die Ergebnisse der Corona-Tests am Arbeitsplatz per App zu übermitteln.
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Berlin. In der Wirtschaft wächst die Sorge, dass die steigenden Corona-Infektionszahlen im nahenden Herbst zu neuen Einschränkungen führen könnten. Der Mittelstandsverbund, der rund 230.000 Unternehmen aus Handel und kooperierenden Branchen vertritt, warnt vor einem erneuten Lockdown und fordert die Politik auf, jetzt entschieden gegenzusteuern.

„Wir wollen vorbereitet sein auf steigende Infektionszahlen – neben den Impfkampagnen der Behörden und Institutionen und der Einhaltung der AHA-Regeln brauchen wir dringend eine belastbare Schnellteststrategie, die das Infektionsgeschehen etwa in Unternehmen konsequent erfasst“, sagte Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das Motto müsse sein: „Testprophylaxe statt Schadensbegrenzung.“

Derzeit sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Angestellten Corona-Tests anzubieten. Die Kosten für diese Tests tragen die Arbeitgeber. „Das Problem dabei ist: Sobald das Testergebnis abgelesen wurde, landet der Test im Mülleimer – dabei sind genau diese Daten unverzichtbar für die Transparenz des Infektionsgeschehens“, so Veltmann. Wenn nun bald die staatliche Finanzierung von Bürgertests auslaufe, verringere sich der Erkenntnisgewinn des Infektionsverlaufs massiv, warnte er.

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Der Mittelstandsverbund schlägt deshalb vor, die Testdaten aus den Unternehmen abzufragen und digital – etwa über die Corona-Warn-App – an die Gesundheitsämter zu übermitteln. „Die technologischen Mittel für ein digital komplett verfolgbares fälschungssicheres und Datenschutzkonformes Testverfahren sind vorhanden“, so Veltmann.

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Es gebe bereits Unternehmen, die mittels QR-Code die Daten digital in die bekannten Corona-Apps einspeisen würden. Die Gesundheitsämter könnten so bei möglichst flächendeckender Anwendung das Infektionsgeschehen problemlos nachverfolgen.

RND/ani

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