Coronavirus: Ölpreise rutschen nach US-Reisebeschränkungen nach unten

  • Donald Trumps Ankündigung, Europäer wegen des Coronavirus nicht mehr in die USA einreisen zu lassen, wirkt sich auch auf die Märkte aus.
  • Der Ölpreis rutschte schon kurz nach der Rede des US-Präsidenten nach unten.
  • In der Nacht zu Donnerstag sind die Ölpreise in kurzer Zeit jeweils bis zu etwa zwei Dollar abgerutscht.
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Singapur. Die Ölpreise sind am Donnerstag nach einem angekündigten Einreisestopp für Europäer in die USA gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel auf 34,37 US-Dollar. Das waren 1,43 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 1,39 Dollar auf 31,59 Dollar.

Einreisestopp wirkt sich auf Märkte aus

In der vergangenen Nacht sind die Ölpreise in kurzer Zeit jeweils bis zu etwa zwei Dollar abgerutscht. Ausschlaggebend war die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Reisebeschränkungen in die USA einzuführen. Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus werden die USA ihre Grenzen für Ausländer aus Europa für eine Dauer von zunächst 30 Tagen schließen. Ausgenommen sind Reisende aus Großbritannien.

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Finanzmärkte in trüber Stimmung - Prognosen auf dem Prüfstand

Die Ankündigung der US-Regierung sorgte für eine insgesamt trübe Stimmung an den Finanzmärkten, die auch die Ölpreise mit nach unten zog. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise befürchten Experten einen Rückgang der Nachfrage auf dem Weltmarkt. Experte Vandana Hari vom Analysehaus Vanda Insights wollte auch einen massiven Einbruch der Nachfrage nicht ausschließen. Alle bisherigen Prognosen zum Ölpreise stünden derzeit auf dem Prüfstand.

Darüber hinaus werden die Ölpreise derzeit von einem Preiskrieg führender Ölstaaten belastet. Zuletzt hatte das führende Opec-Land Saudi-Arabien einen starken Anstieg der Fördermenge angekündigt.

dpa/RND

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