Coronavirus könnte Start des neuen iPhones verzögern

  • Bei Apple-Zulieferern kommt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu Produktionsverzögerungen.
  • Der Start des günstigeren iPhones SE könnte deshalb verschoben werden.
  • Apple-Chef Tim Cook hat sich zur aktuellen Lage in China geäußert.
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Eigentlich sollte das neue iPhone SE noch im Februar in Produktion gehen, der Marktstart war für Herbst 2020 angesetzt. Doch der Ausbruch des Coronavirus könnte die Pläne des Tech-Giganten Apple nun durchkreuzen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen seine Umsatzprognose für das laufende Quartal wegen Lieferengpässen in den Produktionsketten zurückgenommen. Auch der Absatz von Geräten auf dem chinesischen Markt kam zuletzt ins Straucheln, da viele Stores geschlossen blieben. Eine neue Prognose ließ Apple offen.

Auch der Start des neuen iPhones ist möglicherweise in Gefahr. Wegen der aktuellen Reisebeschränkungen nach China können Apple-Ingenieure derzeit nicht die Produktionsstätten besuchen, um an der neuen Generation zu arbeiten, teilten ehemalige Mitarbeiter und Experten für die Lieferketten der Nachrichtenagentur Reuters mit. Hinzu kommt, dass die Zuliefererfabriken erst langsam wieder den Betrieb aufnehmen.

Angst vor dem Coronavirus: Mitarbeiter bleiben zuhause, Fabriken locken mit Boni

Üblicherweise beginnt die Produktion bei Apple-Zulieferern wie dem Unternehmen Foxconn nach dem chinesischen Neujahrsfest. Doch die Wiedereröffnung der Fabriken in Zhengzhou und Shenzhen verzögern sich aktuell, da viele Mitarbeiter aus Angst vor dem Coronavirus zuhause bleiben. Bis Ende Februar will Foxconn 50 Prozent seiner Produktion wieder zum Laufen bringen. Dazu hat das Unternehmen unter anderem verschiedene Boni ausgelobt, um die ferngebliebenen Mitarbeiter wieder an den Arbeitsplatz zu locken. Unter anderem bietet Foxconn kostenlose Shuttle-Fahrten, Mahlzeiten und Unterkünfte an. Auch die gezahlten Löhne sollen laut „Digitimes“ steigen.

Apple-CEO Tim Cook: „Ich bin optimistisch“

Unterdessen hat sich Apple-Chef Tim Cook zu der Situation in China geäußert. „Ich habe das Gefühl, dass China das Coronavirus unter Kontrolle hat. Ich meine, wenn Sie sich die Zahlen ansehen, gehen diese von Tag zu Tag runter. Ich bin daher sehr optimistisch“, sagte der Apple-CEO in einem Interview mit Fox Business. Die entsprechenden Fabriken in China wurden laut Cook wiedereröffnet und befänden sich derzeit in der „dritten Phase“ auf dem Weg zurück zur Normalität.

RND/mkr

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