Start- und Landerechte: Lufthansa muss „18.000 sinnlose Flüge“ durchführen

  • 33.000 Flüge musste die Fluggesellschaft Lufthansa infolge der Corona-Pandemie bereits streichen.
  • 18.000 fast halbleere Flüge muss die Lufthansa dennoch hausführen.
  • Diese „sinnlosen Flüge“, wie ein Sprecher sagt, seien notwendig, um Start- und Landerechte behalten zu können.
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Wegen der Corona-Pandemie und der neu aufgetretenen Omikron-Variante haben Airlines einen schweren Stand. Auch betroffen ist die Lufthansa: Bereits 33.000 Flüge mussten aus den Planungen für den Winter gestrichen werden. Weitere 18.000 Flüge hätten gestrichen werden können, doch die Lufthansa muss sie nach eigenen Angaben wahrnehmen – obwohl sie „sinnlos“ seien.

„Leider müssen wir diese 18.000 sinnlosen Flüge durchführen“, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montag dem „Hessischen Rundfunk“. Demnach würden diese Flüge wirtschaftlich keinen Sinn ergeben – ohne sie aber verlöre die Lufthansa wichtige Start- und Landerechte. Und auch klimapolitisch sind wenig ausgelastete Flüge nicht mit EU-Zielen vereinbar.

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Die Start- und Landerechte aber, sogenannte Slots, verteilt die Europäische Union nach dem Prinzip „use or loose“ („nutze oder verliere“). Werden die Slots nicht genutzt, gehen sie verloren. Gerade zu Beginn der Pandemie wurde diese Regelung aufgeweicht, im zweiten Jahr aber gilt nun eine 50-Prozent-Regel.

Die Lufthansa könne sich einen Verlust der Start- und Landerechte nicht erlauben

So muss die Lufthansa wirtschaftlich und klimapolitisch „sinnlose“ Flüge wahrnehmen. Verlorene Slots würden das genau abgestimmte Netz aus Zubringer- und Fernflügen durcheinanderbringen und Passagiere würden ihre Ziele nur mit großen Verzögerungen erreichen, so der Sprecher. Die Lufthansa könne sich deshalb einen Verlust der Start- und Landerechte nicht erlauben.

Erst kürzlich hatte ein weiterer Aspekt der Corona-Pandemie der Lufthansa einen Strich durch die Planung gemacht. Weil sich so viele Piloten krank gemeldet hatten, mussten erste Interkontinentalflüge gestrichen werden. Betroffen waren vom 23. bis 26. Dezember vor allem Verbindungen über den Nordatlantik etwa nach Boston, Houston und Washington. Neben den Krankmeldungen erschwerten offenbar auch Quarantänepflichten nach bestimmten Flügen die Personalplanung.

RND/sic

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