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Corona-Pleitewelle bleibt vorerst aus – Statistiker erwarten schlagartigen Anstieg an Insolvenzen

  • Unternehmen weltweit leiden unter den wirtschaftlichen Einbußen des Corona-Lockdowns.
  • In Deutschland ist die befürchtete Pleitewelle zu Beginn des Jahres jedoch ausgeblieben.
  • Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Januar 1108 Firmeninsolvenzen.
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Wiesbaden. Die befürchtete Pleitewelle im Zuge der Corona-Krise ist auch zu Beginn des Jahres 2021 ausgeblieben. Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Januar 1108 Firmeninsolvenzen. Das waren 31,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen sei die niedrige Zahl der Firmenpleiten auch darauf, dass die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, in der Krise zunächst ausgesetzt worden war.

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Die Zahl der eröffneten Regel-Insolvenzverfahren, die Hinweise auf die künftige Entwicklung gibt, ist hingegen tendenziell gestiegen. Im März erhöhte sie sich deutlich um 37 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Zahl lag erstmals seit einem Jahr auch über dem Wert des Vorjahresmonats (plus 18 Prozent).

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Wie viele Insolvenzen stehen noch aus?

Seit Oktober 2020 müssen zahlungsunfähige Unternehmen wieder Insolvenz beantragen, vorher war die Pflicht in der Corona-Krise zunächst ausgesetzt worden. Für überschuldete Firmen war die Pflicht bis Ende Dezember ausgesetzt. Unternehmen, die noch auf die Auszahlung der seit November vorgesehenen staatlichen Hilfen warten, müssen erst ab Ende April wieder Insolvenz beantragen. Die Statistiker gehen davon aus, dass sich diese Änderungen in den kommenden Berichtsmonaten auch in den Zahlen niederschlagen werden.

RND/dpa

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