Dax startet nach Lockdown-Verlängerung nur schwach

  • Die neuerliche Lockdown-Verlängerung drückt auch den Anlegern an der deutschen Börse schwer aufs Gemüt.
  • Die Lufthansa-Aktie verliert nochmals 3,5 Prozent.
  • Die Deutschen Telekom und der Windkraft-Spezialist Nordex starten mit gewinnen in den neuen Tag.
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Frankfurt/Main. Die Lockdown-Verlängerung in Deutschland drückt den Anlegern am Dienstag aufs Gemüt. Nach dem robusten Wochenauftakt ist der Dax nun schwach in den Handel gestartet, am Ende der ersten Handelsstunde büßte er 0,52 Prozent auf 14 580,42 Punkte ein. Der MDax verlor 0,49 Prozent auf 31 692,47 Punkte und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx fiel um 0,3 Prozent.

Der seit Monaten andauernde Lockdown in Deutschland wird angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bis zum 18. April verlängert, dies hatte sich zuvor aber schon angedeutet.

Oster-Lockdown sorgt für „faden Beigeschmack“

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Aus Sicht von Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners müssen Börsianer jetzt bestimmen, wie groß Auswirkungen auf Unternehmen werden und wie sehr sich die wirtschaftliche Erholung dadurch nach hinten verschiebt. Laut Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets hinterlässt der Lockdown über Ostern „bei allem berechtigten Optimismus einen faden Beigeschmack“. Er fürchtet deshalb, dass die Luft beim Dax vorerst etwas raus sein könnte.

Bei den Anlegern drehte sich das zuletzt beobachtete Bild, dass sie auf zyklische Aktien setzten. Diese wurden nun eher verkauft, und so kamen zum Beispiel die Autowerte unter Druck, während die Dax-Gewinner nun vermehrt aus defensiven Branchen wie Konsumgüter, Immobilien, Versorger oder Telekommunikation kamen. Kursgewinne von einem Prozent oder mehr waren bei der Deutschen Telekom, RWE oder Deutsche Wohnen die Folge.

VW-Aufschwung fürs Erste beendet

Im Autosektor wurde es um die VW-Aktien etwas ruhiger. Nach den jüngsten Kurssprüngen kamen die im Dax notierten Vorzugsaktien des Autobauers nun um 1,4 Prozent zurück. Die zuletzt noch stärker hoch geschnellten Stammaktien verloren sogar 3,5 Prozent an Wert. Auch für die Papiere der VW-Beteiligungsholding Porsche ging es nach einem früh erreichten Hoch seit 2008 zuletzt um fast drei Prozent bergab.

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Gefragt waren die als „Corona-Gewinner“ geltenden Aktien der Shop Apotheke, die im MDax um 3,8 Prozent anzogen. Die Papiere der Online-Apotheke schlugen sich damit besser als andere Pandemie-Profiteure wie Teamviewer oder Zalando, die sich im Minus bewegten.

Lufthansa-Aktie stürzt weiter ab

Zum größten MDax-Verlierer wurden die Aktien der Lufthansa, die nach zuletzt zwei düsteren Tagen nochmals um 3,5 Prozent absackten. Für Auslandsurlauber soll eine generelle Testpflicht zur Voraussetzung für eine Rückkehr nach Deutschland eingeführt werden, aber keine pauschale Quarantänepflicht. Am Markt wird befürchtet, dass geringe Impfraten in Europa der Reisebranche wohl noch länger zusetzen werden.

Beim Windkraft-Spezialisten Nordex führte der überzeugende Ausblick zu einem Anstieg um 4,5 Prozent. Beim Bausoftware-Anbieter Nemetschek wertete der Warburg-Experte Andreas Wolf den Ausblick als ermutigend, die Aktien setzten ihren jüngsten Anstieg mit einem Plus von 4,6 Prozent fort.

RND/dpa

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