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Mittelstand warnt vor zweitem Corona-Lockdown – erheblich größere Schäden erwartet

  • Ein zweiter Corona-Lockdown muss nach Ansicht des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft verhindert werden.
  • In einem "Brandbrief" an Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt der Mittelstand vor großen Schäden in der Wirtschaft.
  • Seit dem ersten Corona-Lockdown kämpfen viele Branchen wie die Gastronomie oder der Messebau ums Überleben.
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Berlin. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat eindringlich vor einem zweiten Corona-Lockdown gewarnt. Ein erneutes Herunterfahren von öffentlichem Leben und Geschäftsleben wie im Frühjahr würde erheblich größere Schäden in der Wirtschaft und vor allem im Mittelstand zur Folge haben als beim ersten Mal, heißt es in einem “Brandbrief” an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. Dieser wird in der kommenden “Focus”-Ausgabe veröffentlicht und lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Viele Betriebe hätten ihre finanziellen Reserven aufgebraucht und müssten bei einem zweiten Lockdown die "Hände heben", heißt es. Ein "überzogener Infektionsschutz" dürfe nicht wieder Vorrang vor dem Schutz von Wirtschaft und Wohlstand haben.

Gastronomie, Tourismus, Messebau: Branchen kämpfen ums Überleben

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Zahlen in Deutschland, Europa und der Welt gebe dem Mittelstand Anlass zu größter Sorge. Das "Schreckgespenst" eines zweiten Lockdowns gehe umher. Vor allem der Mittelstand sei alarmiert, habe er doch zusammen mit den Selbstständigen die Hauptlast des ersten Lockdowns im Frühjahr zu tragen gehabt, heißt es. "Ganze Branchen wie die Gastronomie, die Hotellerie, der Tourismus oder der Messebau kämpfen seither um das Überleben. Und nicht zuletzt die Kunst- und Kreativszene ist existenziell betroffen. Für den Herbst erwarten Experten eine Insolvenzwelle nie gekannten Ausmaßes."

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Bei einem zweiten Lockdown wäre auch der Staat finanziell überfordert, so der Verband. Er sieht die ökonomische Zukunftsfähigkeit Deutschlands in Gefahr, Millionen Arbeits- und Ausbildungsplätze stünden auf dem Spiel. Die Politik hatte milliardenschwere Programme beschlossen, um Jobs zu sichern. Wirtschaftsverbände fordern aber Nachbesserungen. Auch aus der Politik gibt es Forderungen, das Kurzarbeitergeld sowie staatliche Überbrückungshilfen für Firmen zu verlängern.

RND/dpa

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